Vier mal drei macht zwölf - oder im Fall der Schalker Reserve den großen Gewinner im Abstiegskampf.

Schalke II

"Lauf gerne fortsetzen"

Tobias Hinne-Schneider
03. April 2016, 11:21 Uhr
Foto: firo

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Vier mal drei macht zwölf - oder im Fall der Schalker Reserve den großen Gewinner im Abstiegskampf.

In den letzten vier Spielen holte die Mannschaft von S04-Trainer Jürgen Luginger die Maximalausbeute von zwölf Punkten. Damit machten die Blau-Weißen einen großen Satz raus aus den Abstiegsrängen. Wendepunkt war das hart erkämpfte 1:1-Unentschieden beim Rivalen in Dortmund, denn danach war der älteste Jahrgang aus der Knappenschmiede nicht mehr zu bremsen. Mit dem 1. FC Köln, dem SV Rödinghausen und dem TuS Erndtebrück konnten die Schalker gleich drei direkte Konkurrenten schlagen. Der 3:1-Erfolg im Wattenscheider Lohrheidestadion zeigt, dass es aber auch gegen tendenziell stärkere Mannschaften Punkte geben kann.

"Wenn wir schon einen Lauf haben, dann möchte wir den auch gerne fortsetzen", freute sich S04-Angreifer [person=4598]Thomas Rathgeber[/person] über den Sieg in Wattenscheid. Rathgeber hatte die Schalker nach einem Fehler von Wattenscheids [person=4981]Demir Tumbul[/person] in Führung gebracht. Den Gastgebern gelang in der zweiten Halbzeit durch Tumbul der schnelle Ausgleich, aber mit seinem zweiten Treffer köpfte Rathgeber die Luginger-Elf zurück auf die Siegerstraße. "Wattenscheid war ein starker Gegner. Das Spiel stand nach der Pause noch einmal auf der Kippe, doch für ein Auswärtsspiel haben wir das dann sehr gut gemacht. Vorne waren wir immer gefährlich und hinten haben wir auch nicht viel zugelassen", fasste der Matchwinner die 90 Minuten zusammen.

Unter den Augen von Ziehvater Gerald Asamoah machte [person=32287]Bernhard Tekpetey[/person] in der 84. Minute endgültig den Sack zu. Der 18-jährige Ghanaer setzte zu einem seiner sehenswerten Solos an, vorbei an drei Wattenscheidern und dann der Abschluss ins kurze Eck. Da war auch für den straken SGW-Schlussmann [person=2109]Edin Sancaktar[/person] nichts mehr zu machen. Tekpetey war auch in seinem fünften Spiel für die Schalker Reserve kaum zu halten, zu schnell, zu quirlig für die Verteidiger in der Regionalliga. Seine Spielweise ähnelt der von [person=13777]Leroy Sané[/person], dem Schalker Shootingstar. Auch Tekpetey attestieren seine Trainer eine große Zukunft, es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Andre Breitenreiter den torgefährlichen Stürmer Bundesligaluft schnuppern lässt.

Wie wichtig der Erfolg für die Luginger-Elf war, verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle. Auf fünf Punkte konnten die Schalker den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz ausbauen. Dabei ist die Tableau in der Regionalliga West zum aktuellen Zeitpunkt wegen der zahlreichen Spielausfälle kaum aussagekräftig. So stand die Reserve des 1. FC Köln schon 31 Mal auf dem Feld, die Blau-Weißen haben lediglich 26 Spiele absolviert. "Ich kann der Mannschaft nur gratulieren", sagte Luginger nach dem 3:1-Sieg in Wattenscheid, wohl wissend, dass es immens wichtige Punkte im Absteigskampf waren.

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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