Der DSC Wanne Eickel hat die Notbremse gezogen. Nach nur vier Punkten aus der Rückrunde einigten sich die Club-Verantwortlichen auf eine Beendigung der Zusammenarbeit mit Trainer Marco Rudnik.

DSC Wanne Eickel

Trennung mit Rudnik einvernehmlich

Matthias Drees
01. April 2016, 16:41 Uhr
Foto: Griepenkerl

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Der DSC Wanne Eickel hat die Notbremse gezogen. Nach nur vier Punkten aus der Rückrunde einigten sich die Club-Verantwortlichen auf eine Beendigung der Zusammenarbeit mit Trainer Marco Rudnik.

Die sportliche Misere spitzte sich mit Beginn der Rückrunde immer weiter zu. Ein Sieg gegen den Holzwickeder SC aus den letzten fünf Spielen war zu wenig für den Westfalenligisten.

Zur Zeit rangiert Wanne Eickel mit 27 Zählern auf dem zehnten Tabellenplatz. Dabei hat der DSC mit neun Unentschieden schon die meisten der Liga geholt. Aktuell beträgt der Abstand vom sechsten bis zum vierzehnten Rang sieben Punkte. Ein Beleg dafür, wie nah die Mannschaften beieinander stehen, bestätigt auch Rudnik: "Die Liga ist so unglaublich eng. Bei einem Sieg kann man schnell einmal um drei Plätze klettern."

Nichtsdestotrotz einigte man sich schließlich darauf, die Zusammenarbeit zu beenden. Mehrere gemeinsame Gespräche fanden zwischen dem Verein und Rudnik statt. Angesichts der sportlichen Talfahrt, waren alle Beteiligten einer Meinung, dass eine Veränderung hermüsse: "Es lief alles nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Ergebnisse fielen anders aus als wir uns das gedacht haben. Wir hatten vollkommen andere Ansprüche für die Saison", konstatierte Rudnik.

Der Ex-DSC-Trainer bescheinigte dem Club mit offenen Karten gespielt zu haben. Dennoch zeigte er sich von seiner Entlassung überrascht: "Das hatte sich so in dem Sinne nicht angedeutet. Ich glaube schon, dass wir noch viele Punkte geholt hätten, aber es ist alles fair und offen abgelaufen. Ich denke, das ist schon ungewöhnlich heutzutage."

Nun gilt es, das Augenmerk auf die nächsten Spiele zu legen. Marco Rudnik sagt: "Ich habe persönlich mit der Mannschaft gesprochen. Es wird weitergehen. Die Jungs sind jetzt gefordert. Sie stehen in der Verantwortung."

Seiner persönlichen Zukunft blickt Rudnik entspannt entgegen: "Ich habe mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Über 17 Jahre bin ich jetzt als Trainer tätig. Ich könnte mir gut vorstellen auch mal als Co-Trainer oder in anderen Positionen im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Ich bin von meiner Arbeit überzeugt. Mit mir ist wieder zu rechnen, wann und wo ist jedoch völlig unklar."

Autor: Matthias Drees

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