Die Marschroute vor dem Start der Saison 2007/2008 dürfte allen bei Arminia Holsterhausen bekannt sein. Was am Ende zählt, ist der Aufstieg, alles andere könnte schon als Enttäuschung betrachtet werden. Der große Dominator fehlt in dieser Spielzeit in der Kreisliga A Herne, gleich mehrere Vereine werden sich von daher um den Titel streiten. Damit die Chancen steigen, hat die Arminia vor allem an der drittschlechtesten Abwehr der Liga gearbeitet.

Kreisliga A Herne: Arminia Holsterhausen vor dem Saisonstart

„Wir sind nicht Real Madrid“

Desirée Kraczyk
11. August 2007, 19:09 Uhr

Die Marschroute vor dem Start der Saison 2007/2008 dürfte allen bei Arminia Holsterhausen bekannt sein. Was am Ende zählt, ist der Aufstieg, alles andere könnte schon als Enttäuschung betrachtet werden. Der große Dominator fehlt in dieser Spielzeit in der Kreisliga A Herne, gleich mehrere Vereine werden sich von daher um den Titel streiten. Damit die Chancen steigen, hat die Arminia vor allem an der drittschlechtesten Abwehr der Liga gearbeitet.

„Vorne kann nur der stehen, der auch eine gute Abwehr hat“, betont Karl-Heinz Timmler, Coach des A-Ligisten Arminia Holsterhausen. Wer den drittbesten Sturm hat, sollte auch zumindest eine annähernd gute Defensiv-Arbeit vorweisen können. In der letzten Saison lag das Torverhältnis bei 71:67.

Betrachtet man nur die Zahlen, so verwundert es, dass am Ende ein fünfter Platz heraussprang. Der Schwerpunkt dürfte in der Vorbereitungszeit genau auf dieses Problem gelegt worden sein. „Wir haben uns in der Abwehr verbessert und gefestigt“, erzählt Timmler. Mit Erhan Karakurt von SF Wanne und Sven Buchholz von Wanne 11 wurden zwei erfahrene Spieler geholt, die nun für eine gute Deckung beim Wanner Verein sorgen sollen. Daneben soll aber auch nicht das bisherige Prunk-Stück, der Angriff, vernachlässigt werden. „Im Sturm wollen wir auch dieses Jahr überzeugen. Ich hoffe, dass die Jungs wieder ordentlich treffen“, betont der Arminia-Coach, der mit Björn Jedwilayties noch eine weitere Alternative geholt hat.

Für einen Konkurrenzkampf innerhalb des Teams dürfte in dieser Saison gesorgt sein. Lediglich Daniel Lübeck kehrte im Sommer dem Horst-Stadion den Rücken zu. Neben den bereits genannten Neuzugängen wird die Arminia-Elf von vier A-Jugendlichen komplettiert, darunter Tobias Wilms und Julian Schmidt, die bereits in der Rückrunde für frischen Wind gesorgt haben.

Für die Mitfavoriten um den Aufstieg interessiert sich Timmler dagegen herzlich wenig: „Ich gucke nicht nach links und nicht nach rechts. Die Gegner müssen sich nach uns richten.“ Aus diesem Grund möchte er auch keine Schwachpunkte offenbaren: „Jede Truppe hat Schwächen. Wir sind nicht Real Madrid, sondern Arminia Holsterhausen.“ Zu den Stärken zählt er dafür unter anderem die Geschlossenheit in dem recht jungen "Haufen". „Außerdem wurden die Neuen von Beginn an gut aufgenommen und integriert“, ergänzt der Trainer des Titel-Aspiranten.

Mit SG Herne 70 steht dem Wanner Verein am Sonntag gleich ein „richtiger Hammer“ bevor. „Mein Kollege Thorsten Löckmann hat gute Arbeit geleistet. Das wird ein Knaller, aber wir können auf unseren Heimvorteil bauen“, erzählt Timmler. Nach dem Spiel will die Mannschaft geschlossen auf die Cranger Kirmes gehen und zusammen anstoßen: „Aber nur, wenn wir die Partie für uns entscheiden.“

Autor: Desirée Kraczyk

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