Mehr Entschlossenheit geht nicht. Michael Ratajczak demonstrierte am Mittwoch eindrucksvoll, dass er nach wie vor an den Klassenerhalt des MSV Duisburg in der 2. Fußball-Bundesliga glaubt.

MSV

"Der Glaube an uns - und in uns"

Thomas Tartemann
31. März 2016, 06:07 Uhr
Foto: firo

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Mehr Entschlossenheit geht nicht. Michael Ratajczak demonstrierte am Mittwoch eindrucksvoll, dass er nach wie vor an den Klassenerhalt des MSV Duisburg in der 2. Fußball-Bundesliga glaubt.

„Ich bin in meiner langen Karriere noch nie abgestiegen. Und das bleibt auch so“, meinte der Schlussmann des Tabellenletzten. Und seine Mimik verriet ganz klar: „Rata“ meint das wirklich so. Der 33-Jährige ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, wann sich ein Kampf nicht mehr lohnt. Der mit dem MSV ist laut Ratajczak noch nicht vorbei. „Wir haben den Glauben an uns – und in uns“, versichert der ehemalige Dortmunder.

Ratajczak hat mit der Reservemannschaft des BVB erfolgreich gegen den Abstieg gekämpft. Er hat es mit LR Ahlen zweimal hinbekommen. Und in einem Fall auch mit Rot-Weiß Erfurt geschafft.
Damals mit dem jetzigen MSV-Trainer Ilia Gruev als Spieler an seiner Seite. Gruev muss beim Rückblick lachen. „Mit Fußball“, so der 46-Jährige, „hatte das in Erfurt seinerzeit wenig zu tun. Es ging fast ausschließlich über den Kampf. Wir hatten damals eine junge Mannschaft und haben uns kurz vor Schluss gerettet.“ Damals ging es um das Überleben in der Regionalliga Nord. Jetzt geht es um den Existenzkampf in der 2. Liga.

Nein, ich habe noch keinen Urlaub für die Zeit nach dem Saisonende gebucht
Michael Ratajczak

„Wir werden in den letzten sieben Spielen alles geben, damit der Abstieg verhindert wird. Wir kennen die Situation, unten drin zu stehen, seit Saisonbeginn. Wichtig ist, fokussiert zu sein, die Ruhe zu bewahren, starke Nerven zu haben und den Trend der letzten vier ungeschlagenen Spiele mitzunehmen“, sagt „Rata“. Noch größer wäre der Glaube an ein furioses Rettungsfinale mit einem Sieg bei Mitkonkurrent Paderborn gewesen. „Dass wir dort gegen zehn Paderborner 0:0 gespielt haben, war ärgerlich und enttäuschend. Aber der SCP hat sich in Unterzahl in jeden Ball geschmissen. Das war nicht einfach, dort zu klaren Chancen zu kommen. Aber das Spiel ist abgehakt. Wir blicken jetzt nur auf Freitag.“

Um 18.30 Uhr kommt der Tabellensechste 1. FC Heidenheim in die Schauinsland-Reisen-Arena. „Ich habe schon oft gegen Heidenheim gespielt. Frank Schmidt ist seit gefühlten zehn Jahren dort Trainer. Das wird eine schwierige Aufgabe. Ich stelle mich auf Arbeit ein“, sagt der Duisburger Keeper mit einem Lächeln. Der Routinier schöpft Mut aus der Tatsache, „dass wir mittlerweile nur noch wenige Chancen des Gegners zulassen.“ Ratajczak: „Defensiv sind wir stabiler geworden. Wir arbeiten gut gegen den Ball. Das ist auch wichtig im Duell mit Heidenheim.“ Doch es kommt parallel dazu auch auf andere elementare Dinge an: das Toreschießen zum Beispiel. „Wichtig ist, am Freitag zu gewinnen. Wenn uns ein Zu-null-Sieg gelingt, wäre das natürlich ein gutes Zeichen. Aber ich nehme auch jedes andere Siegresultat gerne an“, sagt der MSV-Torhüter.

Noch hat Coach Ilia Gruev etwas Zeit, über die bestmögliche Ausrichtung und das Personal zu grübeln. Victor Obinna hat über die Länderspielpause weiter Fortschritte gemacht. Dafür muss Sechser James Holland vermutlich aus der Liste der Optionen gestrichen werden. Dem Australier machen Oberschenkelprobleme zu schaffen. Tim Albutat steht für ihn bereit.

Autor: Thomas Tartemann

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