Die Topspiel-Wochen nehmen für den VfB Speldorf am nächsten Sonntag ein Ende.

VfB Speldorf

Nach Homberg kommen die Pflichtaufgaben

01. April 2016, 11:37 Uhr
Foto: Tillmann

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Die Topspiel-Wochen nehmen für den VfB Speldorf am nächsten Sonntag ein Ende.

Nach drei Spielen innerhalb von drei Wochen gegen den Vierten Union Nettetal, den Spitzenreiter aus Kleve sowie zuletzt den Zweiten FSV Duisburg gastieren die Mülheimer nun beim Dritten VfB Homberg. "Dass die ganzen Topteams nun alle hintereinander weg kamen, war für uns natürlich ein bisschen unglücklich", weiß Trainer Oliver Röder. Denn nach nur einem Punkt aus den drei bisherigen Spielen gegen die Klubs aus der oberen Tabellenregion sowie einer völlig unnötigen 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Viersen ist der VfB wieder im gefährlichen Tabellenbereich angekommen. Dabei waren die Leistungen mit Ausnahme des Nettetal-Spiels gar nicht so ernüchternd, wie Röder erklärt: „Gegen Viersen liefern wir ein Top-Spiel ab, machen aber die Tore nicht. In Kleve fehlte uns ein wenig das Glück zu drei Punkten, gegen den FSV das Glück zu einem Remis. Wobei die Niederlage natürlich auch der hohen individuellen Klasse des FSV geschuldet war, die haben nunmal Spieler im Kader, die schon Drittliga- und Auslandserfahrung haben.“

Generell bleibt die Chancenverwertung an der Saarner Straße das Hauptthema. „Unser bester Torschütze hat 17 Treffer, müsste aber 30 haben. Der Rest des Teams reiht sich da leider nahtlos ein. Positiv ist aber, dass wir uns gegen jeden Gegner immer zahlreiche Chancen erspielen. Ich sehe auch keinen Grund, von dieser spielerischen Linie abzuweichen“, bekräftigt Röder. Und dass auch der kommende Gegner schlagbar ist, konnte die Liga am Ostermontag begutachten. Wobei der VfB-Coach einräumt, damit nicht gerechnet zu haben: „Eigentlich hat mich der Sieg von Kleve in Homberg überrascht. Ich halte Homberg für die spielstärkste Mannschaft der Liga. Sicher ist: Wir fahren dahin, um etwas zu holen.“

Klar ist, dass ein Punktgewinn im PCC-Stadion etwas Druck von den Speldorfern nehmen würde, bevor es im weiteren Saisonverlauf nur noch gegen Teams aus dem Mittelfeld oder der Abstiegszone geht. „Nach dem Spiel in Homberg sind wir in der Pflicht. Schließlich wollen wir auch möglichst schnell die Weichen für das nächste Jahr stellen“, betont Röder, der dann bekanntlich nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird.

Tatsächlich läuft die Kaderplanung aber dem Anschein nach sehr zufriedenstellend. Mit Dennis Terwiel(aktuell SV Hönnepel-Niedermörmter) ist ein Oberliga-erfahrener Mittelfeldakteur bereits verpflichtet worden, „zudem haben wir von 80 Prozent des jetzigen Kaders schon eine Zusage“, wie Röder, der im Sommer ins Amt des Sportlichen Leiters wechseln wird, verkünden kann. Wenn Mülheims klassenhöchster Fußballklub dann ab Sommer von Spielertrainer Christian Mikolajczak betreut wird, bleibt für den 46-jährigen „Noch-Trainer“ mehr Zeit für andere Aufgaben. „Die ich auch brauche. Irgendwann ist es auch mal gut, etwas kürzer zu treten. Der Verein und ich haben da eine gute Lösung gefunden, meine Kompetenzen und Hilfestellungen kann ich ja schließlich immer noch einbringen“, sagt Röder.

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