Am 1. April feiert der SV Herbede in einem Festakt seinen 100. Geburtstag. Der Klub vom Kemnader Stausee verbringt das besondere Jubiläum in einem guten Zustand.

Herbede

SV feiert am Freitag sein 100-jähriges Jubiläum

RS
31. März 2016, 12:07 Uhr
Foto: RS

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Am 1. April feiert der SV Herbede in einem Festakt seinen 100. Geburtstag. Der Klub vom Kemnader Stausee verbringt das besondere Jubiläum in einem guten Zustand.

Das eine oder andere Wehwehchen ist dabei weniger dem hohen Alter geschuldet als den Strukturen, mit denen derzeit die allermeisten Amateurvereine zu kämpfen haben.

Obwohl der SVH nicht gerade auf Rosen gebettet ist, leistet er sich den Luxus von vier aktiven Senioren-Mannschaften, die derzeit alle in ihren jeweiligen Spielklassen eine gute Rolle im vorderen Mittelfeld spielen. Die erste Mannschaft, im letzten Jahr aus der Landesliga abgestiegen, hat sich nach Meinung vieler Liga-Kenner bisher deutlich unter Wert verkauft und ist auf dem sechsten Rang sicher noch entwicklungsfähig. Seitdem Marius Kundrotas das Trainer-Zepter schwingt, hat sich vor allem in spielerischer Hinsicht viel getan.

Zwar musste in der Winterpause der Verlust der bisherigen Torjäger Kleine und Pänkert beklagt, aber mit Alexander Nour und Elvis Karisik konnten auch starke Offensivkräfte für den Haldenweg gewonnen werden. Vor allem Ex-Oberliga-Kicker Nour ist wirklich in jedem Spiel für einen Treffer gut. Gerade im Angriff scheint der SV Herbede überhaupt seine Stärken zu haben. Bei den Testspielen vor Beginn der Rückrunde gegen die Landesligisten Obersprockhövel (5:1) und TuS Heven (2:1) sowie den VfL Schwerte (4:0) präsentierten sich vor allem auch die pfeilschnellen Außenstürmer Garvin Hope und Benjamin Homann in bestechender Form.

Der Schuh drückt ohnehin mehr bei der Quantität als bei der Qualität. Denn der Kader der Ersten war schon vor der Saison „auf Kante genäht“ und musste dann während der Spielzeit weitere Reduzierungen hinnehmen. Zuletzt beim Auswärtsspiel in Harpen hatte Marius Kundrotas lediglich einen Ersatzkeeper auf der Bank. Ohne ständige Blutauffrischung aus der zweiten Mannschaft würden nicht immer elf Spieler für den SV Herbede auf dem Platz stehen.

Kein Zustand für die bisherigen – sehr erfolgreichen – Trainer der Reserve. Deswegen warfen Markus Zybon und Mirko Rast frustriert noch vor dem Rückrundenstart die Brocken hin und sorgten für ein weiteres Problem der Vereinsführung. Mit Michael Jasmund, der nunmehr für die zweite und dritte Mannschaft gleichzeitig zuständig ist, dürfte eine gute Lösung gefunden sein. Für die neue Saison muss aber dringend eine Blutauffrischung für die erste Mannschaft her. Schon im letzten Jahr war der Abstieg vor allem auf den viel zu dünnen Kader zurückzuführen.

In den ersten Ligaspielen gab es zwar spielerisch keine Offenbarungen, aber es reichte zu drei Startsiegen, die den Rückstand auf die vorderen Plätze reduzierten. Um den Aufstieg wird der SVH in dieser Saison nicht mehr mitspielen können. Aber in der neuen Saison will man schon zum Sturm auf die Landesliga blasen. Sofern dann ein paar Spieler mehr an der Start gehen und die derzeitigen gehalten werden können, sicherlich keine unrealistische Zielvorgabe.

Autor: RS

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