70 Tore in 23 Spielen – die Vogelheimer Torfabrik produziert in der laufenden Saison auf Hochtouren.

Vogelheimer SV

Topspiel lässt Hense kalt

30. März 2016, 14:29 Uhr
Foto: Michael Gohl

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70 Tore in 23 Spielen – die Vogelheimer Torfabrik produziert in der laufenden Saison auf Hochtouren.

Bei so viel Offensivpower ist es kein Wunder, dass der VSV nach einem Zwischentief im Oktober nun wieder mittendrin im Aufstiegskampf steckt. Insbesondere seit der Winterpause läuft es wie am Schnürchen. Beeindruckende 16 Punkte und 27:7 Tore aus den letzten sechs Spielen stehen zu Buche. „Das fängt bei uns hinten schon an, auch die Verteidiger helfen beim Toreschießen“, weiß Trainer Sascha Hense. „Wir sind einfach sehr schwer auszurechnen. Viele denken anscheinend immer noch, dass sie uns im Sack haben, wenn sie Steffen Dörpinghaus aus dem Spiel nehmen“, ergänzt er. Ein klassischer Trugschluss. Neben Dörpinghaus, der mit 22 Toren bester Schütze der gesamten Bezirksliga-Staffel 5 ist, haben in der aktuellen Spielzeit auch schon 13 weitere VSV-Akteure ins Schwarze getroffen. „Auf so viele Spieler in der gegnerischen Mannschaft, die treffen können, kann man sich als Trainer kaum einstellen“, weiß Hense.

Lediglich einer Mannschaft ist es 2015/16 aber gelungen, den Kasten gegen Vogelheim sauber zu halten. Rheinland Hamborn erwischte die Essener beim 4:0 im Hinspiel Ende September auf dem ganz falschen Fuß. „Da haben wir einfach einen rabenschwarzen Tag gehabt. Wir sind vor diesem Gegner absolut gewarnt, das ist eine offensivstarke Mannschaft und von deren Tabellensituation lasse ich mich auch nicht trügen. Wir werden im Training nun daraufhin arbeiten, dass wir gegen die nicht noch einmal so ein Spiel erleben“, betont Hense.

Ein Sieg gegen die Adlerträger aus dem Duisburger Norden vorausgesetzt, könnte es zeitnah sogar zur Tabellenführung reichen. Denn die jeweils zwei Punkte entfernten VfB Frohnhausen und Viktoria Buchholz an Tabellenposition eins und zwei nehmen sich im direkten Duell die Punkte weg. Daran denken will Hense aber nicht: „Das machen wir diesmal nicht und das haben wir auch in den ganzen letzten Wochen nicht gemacht. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, sonst brauchen wir da gar nicht erst hingucken. Natürlich haben wir aberden Anspruch, da oben dranzubleiben.“ Genug Gründe für ein gestärktes Selbstbewusstein haben sie am Lichtenhorst aber aktuell: „Wir spielen im Moment den Fußball, den ich als Trainer sehen will, die Mannschaft setzt die Vorgaben perfekt um. Aber auch ein weiterer möglicher Sieg am Sonntag bedeutet nicht, dass wir uns dann ausruhen dürften, die Saison ist noch sehr lang“. Damit der „Betriebsunfall“ Landesliga-Abstieg womöglich schon nach einem Jahr wieder korrigiert werden kann.

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