Das Spitzenspiel in der Oberliga Westfalen zwischen der TSG Sprockhövel und dem SV Lippstadt endete mit einem 2:2-Unentschieden.

Sprockhövel - Lippstadt

Ein Stau, zwei Unterbrechungen - kein Sieger

Pascal Biedenweg
28. März 2016, 18:44 Uhr
Foto: Tillmann

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Das Spitzenspiel in der Oberliga Westfalen zwischen der TSG Sprockhövel und dem SV Lippstadt endete mit einem 2:2-Unentschieden.

Das Top-Spiel am Ostermontag in Sprockhövel hatte einige Kuriositäten zu bieten. Da wäre als Erstes ein Stau: In diesem Stau stand der SV Lippstadt vor der Begegnung. Durch die Ferientage waren die Straßen so überfüllt, dass der SVL nur wenige Minuten vor Anpfiff die Spielstätte "Im Baumhof" erreichte: "Wir wollten dadurch gerne einige Minuten später beginnen. Aber der Schiedsrichter wollte leider unbedingt um 15 Uhr anpfeifen. Aber das war ja dann ohnehin Makulatur," echauffiert sich der Lippstädter-Coach Stefan Fröhlich.

Makulatur deshalb, da die Partie nach einer Minute auf Grund von Hagel, Blitz und Donner für 15 Minuten unterbrochen wurde: "Es ist natürlich ungewohnt, denn man bereitet sein Team ja exakt auf den Anpfiff hin vor. Aber wir haben die Unterbrechung in der Kabine überhaupt nicht thematisiert. Wir haben uns voll und ganz auf das Spiel fixiert," gibt Sprockhövel-Trainer Andrius Balaika preis.

Beiden Teams schien die Unterbrechung nichts auszumachen, denn es entwickelte sich in der Frühphase ein munterer Schlagabtausch. Nach Chancen auf beiden Seiten war es schließlich [person=3961]Björn Traufetter[/person], der in der 35. Minute die Führung für den SV Lippstadt erzielen konnte. Mit diesem Zwischenstand ging es auch zum Pausentee: "Wir haben in der Halbzeit klar angesprochen, dass Sprockhövel jetzt kommen wird. Wir wollten darauf reagieren und schnell ein zweites Tor nachlegen. Leider kommt es dann meistens anders als man denkt," analysiert Fröhlich.

Und so war es auch - [person=28321]Emre Karaca[/person] konnte früh den Ausgleich (50.) erzielen: "Wir sind sehr gut aus der Pause gekommen. Dann sind wir aber wieder durch ein absolut unnötiges Gegentor ins Hintertreffen geraten. Allerdings muss ich auch die Moral meiner Truppe hervorheben. Wie sie nach den beiden Rückschlägen geantwortet hat, das war phänomenal," offenbart Balaika.

Den postwendenden Gegentreffer durch [person=7723]Fabian Lübbers[/person] (51.) konnte schließlich [person=28298]Simon Bukowski[/person] zum 2:2-Entstand (59.) egalisieren. Der Lippstädter Übungsleiter war keinesfalls unzufrieden mit dem Resultat: "Insgesamt war es eine verdiente Punkteteilung. Wir haben jetzt bereits gegen viele Teams aus der Spitzenregion gespielt. Das wird ein sehr spannender Endspurt um den Aufstieg."

Nach Abpfiff lieferte die Begegnung allerdings noch ein weiteres Highlight. Da der Fanbus des SVL durch parkende Autos an der Rückfahrt gehindert wurde, stürmten die Anhänger lauthals das Vereinsheim in dem gerade die Pressekonferenz mit beiden Trainern abgehalten wurde. Die Unterbrechung nahmen beide Trainer und auch der Pressesprecher mit Humor - denn sein Auto war eines derer, die den Fanbus zu geparkt hatten.

Autor: Pascal Biedenweg

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