Die Partie Zweckel - Marl-Hüls war von Schiedsrichter Alexander Wensing gerade erst abgepfiffen worden, als sich die Spieler, Trainer und die Verantwortlichen des SV Zweckel im Anstoßkreis versammelten.

SV Zweckel

Lebenszeichen im Abstiegskampf gegen Marl-Hüls

Thomas Dieckhoff
28. März 2016, 18:22 Uhr
Foto: Lutz von Staegmann

Foto: Lutz von Staegmann

Die Partie Zweckel - Marl-Hüls war von Schiedsrichter Alexander Wensing gerade erst abgepfiffen worden, als sich die Spieler, Trainer und die Verantwortlichen des SV Zweckel im Anstoßkreis versammelten.

Kapitän Norman Seidel ergriff sofort das Wort und schwor die Mannschaft lautstark auf die nächsten Aufgaben ein. „Wir glauben an uns“, rief der Routinier, „heute hat man das wieder gesehen.“ Stimmt! Zuvor hatte der SVZ nämlich das Spiel gegen den TSV Marl-Hüls völlig verdient mit 2:1 (2:1) gewonnen.

Die 90 Minuten am Montag waren der eindrucksvolle Beleg dafür, dass sich die Zweckeler im Kampf um den Erhalt der Oberliga noch längst nicht aufgegeben haben. Nach dem Rückschlag, den das Team des SVZ am vergangenen Donnerstag im Kellerduell in Schermbeck erlitten hatte, präsentierte es sich in der Begegnung mit dem TSV Marl-Hüls überaus kampf- und laufstark.

Vor allem in der Defensive ließen die Platzherren kaum Chancen zu. Bestnoten verdienten sich dabei einmal mehr die Routiniers Norman Seidel und Christian Kaminski. Der Letztere, der in Zweckel von allen „Kamille“ gerufen wird und der gerade seinen dritten oder auch schon vierten Fußball-Frühling erlebt, war es, der das Spiel entschied. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause nahm er rund 18 Meter vor dem Gästetor den Ball volley - und traf zum 2:1.

Damit hatten die Zweckeler das Spiel innerhalb von nur 180 Sekunden gedreht. Die Gäste waren nämlich mit ihrer zweiten (und letzten) Chance in Führung gegangen. Nach gekonntem Zuspiel von Sebastian Westerhoff ließ Marls Torjäger Michael Smykacz in der 39. Minute Fabian Matschnigg im Gehäuse des SVZ keine Abwehrchance. Die Zweckeler steckten diesen Nackenschlag gleich weg. Keine 60 Sekunden später war nach einem von Marcel Titz getretenen Eckball Dennis Konarski zur Stelle und glich aus. Marvin Schulz probierte es in der 42. Minute mit einem Schuss aus der Distanz. der Marler Schlussmann Nils Martens wehrte den Ball mit Mühe zur Ecke. Der TSV wehrte die Hereingabe ab, Kaminski nahm sich ein Herz . . . und es hieß 2:1!

Im zweiten Abschnitt kontrollierten die leidenschaftlich kämpfenden Platzherren die Partie und erspielten sich zwei, drei gute Möglichkeiten zum 3:1. Die beste Gelegenheit vergab Hatim Bentaleb kurz nach Wiederbeginn, als er frei vor dem Marler Tor ans Leder kam, es jedoch aus rund 15 Metern Distanz über die Latte schoss. Mitte der zweiten Halbzeit versuchte es der Mittelstürmer erfolglos mit einem Fallrückzieher. In der Nachspielzeit hatte schließlich Serkan Köse das 3:1 auf dem Fuß. Er verfehlte den Kasten um ein paar Zentimeter. Danach war Schluss.
SVZ-Chef Wloch lobt das Team

Ulrich Wloch, der Vorsitzende des SV Zweckel, war hochzufrieden mit der Vorstellung der Mannschaft: „Das war ein völlig verdienter Sieg, wir haben in der zweiten Halbzeit keine Chance zugelassen. Die Jungs haben gekämpft und gerackert, das ist das, was wir sehen wollen.“ Der SVZ, so Wloch, werde die Hoffnung auf den Klassenerhalt erst dann aufgeben, wenn er rechnerisch nicht mehr möglich sei. „Unser nächstes Spiel in Stadtlohn“, so der Boss des Gladbecker Oberligisten, „ist nun wegweisend.“

Autor: Thomas Dieckhoff

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