Die SG Wattenscheid 09 landete beim 3:2 (0:2)-Sieg bei Alemannia Aachen einen Big Point. So langsam traut Trainer Farat Toku dem Braten Klassenerhalt.

SG Wattenscheid 09

Irre Aufholjagd auf dem Tivoli

28. März 2016, 18:19 Uhr
Foto: Tillmann

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Die SG Wattenscheid 09 landete beim 3:2 (0:2)-Sieg bei Alemannia Aachen einen Big Point. So langsam traut Trainer Farat Toku dem Braten Klassenerhalt.

Bei strömendem Regen und auf unglaublich tiefem Rasen empfing Alemannia Aachen am Ostermontag die SG Wattenscheid 09. Die Gäste zeigten in der Partie auf dem Tivoli zum wiederholten Male, dass sie mit den sogenannten Großen der Liga mithalten können. Einen 0:2-Rückstand drehten die Schwarz-Weißen in einen 3:2-Sieg. Wir sprachen nach dem Spiel mit SGW-Trainer Farat Toku.

Farat Toku, ein nervenaufreibendes Spiel, das Ihre Mannschaft auf dem Tivoli gezeigt hat. Wie haben Sie die Partie erlebt? Auf diesem schweren Geläuf war es natürlich nicht ganz einfach zu spielen. Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen, haben die ersten 20 Minuten alles richtig gemacht. Der Rückstand war dann natürlich ärgerlich, zumal wir vor allem beim 0:2 tatkräftig mitgeholfen haben. Wir haben uns mit diesem Ergebnis in die Halbzeit gerettet und uns nochmal gesammelt.

Was haben Sie der Mannschaft in der Pause mit auf den Weg gegeben? Gar nicht so viel. Natürlich gab es aufgrund des Ergebnisses eine klare Ansprache, aber ich habe auch die positiven Dinge hervorgehoben und gesagt, dass wir weiter an unsere Stärken glauben sollen, dann bekommen wir unsere Chancen. Und so war es ja dann auch. Wir sind sensationell zurückgekommen, der Gegner hat nur noch mit langen Bällen agiert. Über die 90 Minuten waren wir fußballerisch auf jeden Fall besser und der Sieg geht daher völlig in Ordnung. Aachen ist eigentlich keine Mannschaft, mit der wir uns messen müssen. Vor dem Hintergrund ist es richtig klasse, dass man keinen Unterschied im Spiel gemerkt hat.

Zuletzt gab es zwei Niederlagen in Folge für Wattenscheid. Wie wichtig waren da jetzt die drei Punkte, damit der Negativlauf beendet werden konnte? Wir hatten keinen Negativlauf. Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt und da ist es ganz normal, dass man auch mal ein paar Spiele in Folge verliert oder nicht gewinnt.

Sie wollen aber jetzt nicht sagen, dass Ihre Mannschaft noch im Abstiegskampf steckt, oder? Sie sind Vierter, mit nur zwei Punkten Rückstand auf Viktoria Köln.
Wir genießen die Tabelle, wenn wir drauf schauen. Es ist eine schöne Momentaufnahme, die uns durchaus ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert. Es ist schon richtig, der Klassenerhalt sollte für uns kein Thema mehr sein. Ich denke, die Mannschaft ist zu gefestigt, als das es für uns nochmal gefährlich wird. Wir haben in dieser Saison oft genug gezeigt, dass wir mental sehr stark sind. Auch in diesem Spiel ist das ja wieder deutlich geworden. Wenn es einmal schlecht läuft, dann haben wir es bisher immer geschafft, wieder zurückzukommen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die sich super entwickelt hat.

Welche Ziele haben Sie dann jetzt?
Wir werden ganz sicher keine Parolen ausgeben. Wir werden einfach weiter Spaß und Freude am Fußball haben und konzentriert arbeiten. Alles andere kommt dann von selbst. Als nächstes kommt Schalke zu uns in die Lohrheide. Die werden wir herzlich begrüßen und mit unseren Fans im Rücken alles versuchen, um die drei Punkte in Wattenscheid zu halten. Das Spiel in Aachen hat sicherlich viel Kraft gekostet. Doch mit dem Erfolg im Rücken werden wir uns schnell wieder erholen.

Wünschen Sie sich manchmal, dass ein paar mehr Fans die Leistungen Ihrer Mannschaft honorieren?
Natürlich wäre es schön, wenn ein paar mehr Leute zu unseren Spielen kommen. Aber am Ende ist es egal, ob 1500 oder 5000 Zuschauer da sind. Wir liefern unsere Leistung ab, alles andere haben wir nicht in der Hand.

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