Die Duisburger Oberliga-Mannschaft kassierte mit dem 0:1 beim SV Hönnepel-Niedermörmter die nächste Niederlage. Montag kommt Düsseldorf-West.

MSV Duisburg II

Misere hält an

Sven Kowalski
26. März 2016, 10:44 Uhr
Foto: Tillmann

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Die Duisburger Oberliga-Mannschaft kassierte mit dem 0:1 beim SV Hönnepel-Niedermörmter die nächste Niederlage. Montag kommt Düsseldorf-West.

Die Rückrunden-Misere des MSV Duisburg II hält an. Nachdem die Zebras am Gründonnerstag auch das Kellerduell beim SV Hönnepel-Niedermörmter mit 0:1 (0:1) verloren haben, trennen den MSV II nun zwei Zähler vom rettenden Ufer in der Fußball-Oberliga. Wie so oft in diesem Jahr, in dem sein Team bislang einen Punkt holte, hatte Manfred Wölpper seiner Elf auch in Kalkar „kaum einen Vorwurf“, machen können. „Aber wir sind einfach nicht torgefährlich genug“, singt der Coach das alte Lied. Und so reichte auch dem SV Hö-Nie eine glückliche Situation, um den MSV trotz einer ordentlichen Leistung mit leeren Händen zurückzuschicken.

Kurz nach der Pause geriet eine verunglückte Flanke der Gastgeber zu einer knapp 20 Meter hohen Kerze. Als der Ball im 16er des MSV landete, kam Torwart Adnan Laroshi nicht dran, und Tim Seidel netzte zum 1:0 für die Platzherren ein (47.). „Adnan sagt, er sei festgehalten worden“, so Wölpper, „ich sage aber auch, dass man da auch einfach mal richtig dazwischen gehen kann. Das war ein Fehler.“ Nicht nur aus Laroshis Sicht leider ein entscheidender, der zu einer für Wölpper „völlig unverdienten Niederlage“ führte. „Die Anfangsphase war hektisch“ sagt der Coach, „wir hatten einige Standards gegen uns, und 20 Minuten lang hat Hö-Nie richtig Druck gemacht. Bis auf zwei Kopfbälle von Daniel Boldt haben wir aber nichts zugelassen. In der zweiten Halbzeit ging das Spiel nur noch in eine Richtung. Wir haben alles auf eine Karte gesetzt, hatten nur noch zwei Mann hinten und sind trotzdem nicht in Konter gelaufen“, zählt Wölpper die positiven Dinge des Spiels auf. Aber der entscheidende Faktor für den Sprung aus der Abstiegszone fehlte: „Die Jungs haben alles gegeben“, so Wölpper, „aber wir brauchen Punkte. Daran geht kein Weg vorbei.“ Und dafür müssen Tore her. Selbst, wenn Wölpper auch mit einem 0:0 hätte leben können, wie er sagt. „Dann aber durch so einen blöden Gegentreffer nach einer Bogenlampe zu verlieren, ist schon sehr bitter.“

Taktisch setzten die Zebras – bis auf den Abschluss – die Vorgaben in den Augen des Trainers, der einige Umstellungen vornahm, gut um. In der neu formierten Doppelsechs spielte Nurettin Kayaoglu an der Seite von Kevin Weggen, dafür rutschte Barkin Cömert auf Kayaoglus vorherige Linksverteidiger-Position. Hinter der neuen Spitze Luca Steinfeldt agierte Tim Kallenbach in der Zentrale; Burak Yildiz gab neben Daniel Hoff den Innenverteidiger. „Nuri auf der Sechs, das ging gut auf“, sagt Wölpper, „Kallenbach hat 90 Minuten durchgespielt, Yildiz eine gute Partie in der Innenverteidigung gemacht und Daniel hat zu seiner alten Form zurückgefunden.“ Der Coach schiebt kämpferisch nach: „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Den haben wir nicht geholt. Aber wir können auf unsere Leistung aufbauen. Es gab viel Positives.“

Ostermontag empfängt der MSV II um 15 Uhr den SC Düsseldorf-West an der Westender Straße. Vor zwei Wochen wäre es noch ein Kellerduell gewesen, doch nach drei Siegen in Folge stehen die Düsseldorfer nun mit neun Punkten mehr auf Platz acht, während die Zebras auf dem ersten Abstiegsrang verharren. „Drei Punkte müssen her“, stellt Manfred Wölpper klar, „egal wie.“

Autor: Sven Kowalski

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