Der Wuppertaler SV schreitet weiter unaufhaltsam Richtung Regionalliga-Aufstieg. Bei der Reserve von Rot-Weiß Oberhausen gewann der WSV am Donnerstagabend mit 2:0.

RWO U23 - WSV

Wuppertal stoppt Oberhausens Lauf

Hendrik Niebuhr
24. März 2016, 21:45 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Der Wuppertaler SV schreitet weiter unaufhaltsam Richtung Regionalliga-Aufstieg. Bei der Reserve von Rot-Weiß Oberhausen gewann der WSV am Donnerstagabend mit 2:0.

Ein voller Gästeblock und zahlreiche Oberhausener Supporter machten die Begegnung vor 1172 Zuschauern im Stadion Niederrhein von Beginn an zu einem akustischen Spektakel. 90 Minuten sangen sich beide Fanlager die Seele aus dem Leib - beeindruckend für Oberliga-Verhältnisse.

RWO war das gewonnene Selbstvertrauen nach den letzten Partien anzumerken. Wuppertal hatte zwar von Beginn an mehr vom Spiel und zeigte sich feldüberlegen, doch Mike Terranova hatte seine Mannschaft gut auf den Spitzenreiter eingestellt. Mehr als ein Fernschuss von Daniel Grebe und ein Kopfball von Peter Schmetz sprang in der Anfangsphase nicht heraus.

Im Laufe des ersten Durchgangs wurden die Gäste jedoch immer gefährlicher. Gaetano Manno scheiterte knapp per Freistoß, Ercan Aydogmus am gut reagierenden Nurullah Can im Oberhausener Tor. Besser machte es Dalibor Gataric in der 43. Minute, als er nach einem abgefälschten Ball von Enes Topal am schnellsten reagierte und den Ball aus wenigen Metern ins Tor hob.

Nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel nahm Manuel Bölstler, der zum letzten Mal Stefan Vollmerhausen auf der Bank der Wuppertaler vertrat, Kapitän Manno heraus. Dieser hatte sich während der ersten Halbzeit mehrfach verbale Auseinandersetzungen von RWO-Coach Terranova geliefert, beide Akteure wurden unmittelbar vor dem Wiederanpfiff vom Schiedsrichter noch einmal ins Gebet genommen. Für ihn kam der Ex-Oberhausener Marvin Ellmann in die Partie, doch mit der Führung im Rücken agierte Wuppertal zunächst einmal deutlich defensiver und überließ Oberhausen den Ball. Die Kleeblätter wussten mit dem vielen Ballbesitz allerdings nur selten etwas anzufangen und bisschen sich an der sattelfesten WSV-Defensive immer wieder die Zähne aus.

Erst in der Schlussphase wirkten die Oberhausener Offensivbemühungen gefährlicher. Nico Kuipers' Schuss strich jedoch am Tor vorbei, ein Kopfball von Boran Sezen landete über dem Tor. Stattdessen schlugen dann aber die Gäste im Stile eines Spitzenteams zu: Ercan Aydogmus stand nach einem Pfostentreffer von Grebe da, wo ein Stürmer stehen muss, und schob aus wenigen Metern zur Entscheidung ein (86.). Es war mehr oder weniger der erste Wuppertaler Hochkaräter im zweiten Abschnitt. "Wir hatten einen klaren Plan und haben das heute taktisch super umgesetzt. Oberhausen hatte bis auf eine Möglichkeit nur eine Torchance, der Rest waren Fernschüsse", freute sich Bölstler nach dem Spiel über die geschlossen starke Mannschaftsleistung.

Autor: Hendrik Niebuhr

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