Die finanzstärkste Liga der Welt, die englische Premier League, startet heute mit sieben Spielen und Rekord-Investitionen in die neue Saison. Manchester United, das wie Chelsea und Arsenal erst am Sonntag ran muss, lässt sich das Unternehmen Titelverteidigung 75 Millionen Euro kosten. Durch die hohen Millionen-Beträge aus den Klub-Übernahmen ausländischer Wirtschafts-Tycoone und die Rekorderlöse bei TV-Verträgen schwimmt die Liga im Geld.

Chelsea bläst zum Angriff auf die "Red Devils"

"Wir haben einen hohen Unterhaltungswert im Team"

cleu1
11. August 2007, 07:56 Uhr

Die finanzstärkste Liga der Welt, die englische Premier League, startet heute mit sieben Spielen und Rekord-Investitionen in die neue Saison. Manchester United, das wie Chelsea und Arsenal erst am Sonntag ran muss, lässt sich das Unternehmen Titelverteidigung 75 Millionen Euro kosten. Durch die hohen Millionen-Beträge aus den Klub-Übernahmen ausländischer Wirtschafts-Tycoone und die Rekorderlöse bei TV-Verträgen schwimmt die Liga im Geld.

"Wir haben einen hohen Unterhaltungswert im Team, aber am Ende des Tages müssen wir auch der Gewinner sein. Das haben wir letzte Saison gut gemacht, dieses Jahr wollen wir uns noch verbessern", sagte "ManU"-Trainer Alex Ferguson vor dem Auftakt-Spiel seiner Mannschaft gegen den FC Reading.

Der Champions-League-Sieger von 1999 verpflichtete den portugiesischen Flügelstürmer Nani (Sporting Lissabon/26 Millionen Euro), Mittelfeldspieler Owen Hargreaves (Bayern München/25 Millionen) und den brasilianischen Spielmacher Anderson (FC Porto/24 Millionen). Dazu kommt noch der argentinische Nationalspieler Carlos Tevez, der sich für drei Millionen Euro von seinem bisherigen Klub West Ham United freigekauft hat.

Wie "ManU" befindet sich auch Rekordmeister Liverpool im Kaufrausch. Die Durststrecke von 18 Jahren ohne Titel soll endlich beendet werden. Die "Reds" leisteten sich den teuersten Transfer der Liga und überwiesen für den spanischen Angreifer Fernando Torres 36 Millionen Euro an Atletico Madrid. Auch kein Schnäppchen war der Niederländer Ryan Babel, der für 18 Millionen Euro an die Anfield Road wechselte. Andrej Woronin hingegen kam ablösefrei vom Bundesligisten Bayer Leverkusen.

Noch nicht so tief in die Tasche griff bislang der FC Chelsea. Der französische Vize-Weltmeister Florent Malouda (Olympique Lyon) ist mit 21 Millionen Euro der teuerste Einkauf. Claudia Pizarro (Bayern München) kam ablösefrei. Dabei kämen den Londonern jetzt Neuzugänge entgegen. Vor dem Saisonstart gegen Birmingham City sind in Andrej Schewtschenko, John Terry und Didier Drogba gleich mehrere Stammspieler angeschlagen.

Als Verlierer auf dem Transfermarkt gilt zurzeit noch Arsenal London. Der Klub des deutschen Nationaltorhüters Jens Lehmann verlor Thierry Henry (FC Barcelona/24 Millionen), Jose Antonio Reyes (Atletico Madrid/11,6) und Fredrik Ljungberg (West Ham United/4,5). Dem gegenüber stehen in Eduardo da Silva (Dinamo Zagreb/10,9) und Bacary Sagna (Auxerre/8,7) bislang nur zwei wenig spektakuläre Neueinkäufe.

Für die Wirtschafts-Experten ist die Kaufwut kein Wunder. "Ich glaube, wir erleben zurzeit die größten Transfer-Tätigkeiten in der Geschichte der Premier League", sagt Dan Jones vom Wirtschaftsprüfer Deloitte

Autor: cleu1

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