„Und der Acker am Niederrhein bebt“, lautet der Wahlspruch bei den Heimspielen der Oberliga-Kicker des SV Hönnepel-Niedermörmter.

MSV II

Der Kapitän fordert mehr Entschlossenheit

Sven Kowalski
24. März 2016, 05:37 Uhr
Foto: Ketzer

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„Und der Acker am Niederrhein bebt“, lautet der Wahlspruch bei den Heimspielen der Oberliga-Kicker des SV Hönnepel-Niedermörmter.

Am Donnertsgabend wird der Nebenplatz an der Düffelsmühle auch beben müssen, wenn der MSV Duisburg II um 19.30 Uhr zum Kellerduell beim zwei Punkte besseren Konkurrenten antritt. Nach der 1:5-Pleite gegen Hilden steht der MSV da, wo Hö-Nie vor vier Tagen noch stand: auf dem ersten Abstiegsplatz. Oder wie Manfred Wölpper es ausdrückt: „Wir stehen auf einer Linie, auf der wir nicht bleiben dürfen.“ Und da zählt für den Coach auf dem Acker am Niederrhein heute Abend nur eins: „Ärmel hoch und mit Freude rein in jeden Zweikampf. Sonst haben wir keine Chance.“

Die erste richtige Klatsche in dieser Saison, die sein Team am Sonntag erfuhr, will der Trainer nicht zu hoch hängen. „Wir haben bislang eine sehr stabile Defensive gehabt, es war einfach ein gebrauchter Tag“, sagt Wölpper. „Wenn man schon nach zwei Minuten einem Rückstand durch einen Sonntagsschuss hinterherläuft, und sechs Minuten später auch noch ein unglückliches Eigentor hinzukommt, kann sich jeder, der einmal Fußball gespielt hat, vorstellen, wie schwer es ist, dann noch einmal zurück zu kommen.“ Der Coach blickt lieber nach vorn: „Uns steht am Donnerstagabend das vielleicht schwerste Spiel bevor. Nach dem 1:5 von der mentalen Seite her, aber auch von den anderen Umständen. Auf dem kleinen Nebenplatz mit Funzellicht wird es nicht auf gepflegten Fußball hinaus laufen. Hönie spielt fast nur mit langen Bällen auf Stürmer André Trienenjost und Zwei-Meter-Mann Daniel Boldt und lauert dann auf die zweiten Bälle. Wir müssen die Dinge annehmen, wie sie sind. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir richtige Kerle sind.“
Den Abstiegskampf annehmen

Kampfgeist lebt auch[person=6575] Kevin Weggen[/person] vor: „Man hat gegen Hilden gut gesehen, dass die Teams im Tabellenkeller wissen worum es geht“, hofft der Kapitän, das auch die Zebras den Abstiegskampf jetzt beherzt annehmen. Vor allem in der ersten Halbzeit gegen den VfB ging der MSV auch aus Weggens Sicht in mancher Situation noch recht leichtfüßig zu Werke, anstatt sich entschlossen zu wehren. „Das müssen wir schnell abstellen. Wir brauchen dringend Punkte, und solche Gegner werden jetzt in jeder Woche auf uns zukommen. Darauf müssen wir uns einstellen“, ballt der Leitwolf die Faust.

Dass Ahmet Engin wegen seiner Schiedsrichterbeleidigung nun in der wichtigen englischen Osterwoche rotgesperrt fehlt, macht es nicht einfacher, den ersten Sieg im Jahr 2016 zu landen. „Er hat dem Team und vor allem sich selbst einen Bärendienst erwiesen“, sagt Wölpper, „Ahmet hat zuletzt richtig Spaß gemacht. Er ist ein sehr junger Spieler, der sich auch noch an den Seniorenfußball gewöhnen muss. Jetzt hat er sich selbst wieder etwas zurückgeworfen.“ Fehlen wird zudem weiterhin Nils Pagojus, der wie der am Sonntag noch kranke Mano Ioannidis gerade erst wieder ins Training eingestiegen ist.

Autor: Sven Kowalski

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