Die Meldung, dass TuRU Düsseldorf keine Regionalliga-Lizenz für die kommende Saison beantragt hat, dürfte einige Außenstehende ob des guten Tabellenplatzes überrascht haben.

TuRU Düsseldorf

Lizenzthema ist für Dertwinkel keins

23. März 2016, 17:37 Uhr
Foto: Ketzer

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Die Meldung, dass TuRU Düsseldorf keine Regionalliga-Lizenz für die kommende Saison beantragt hat, dürfte einige Außenstehende ob des guten Tabellenplatzes überrascht haben.

Die Landeshauptstädter stehen auf Rang drei, mit etwas Respaktabstand zum Tabellenführer Wuppertal, aber auch nicht komplett außerhalb der Reichweite. Die Mannschaft der Oberbilker hat sich derweil nicht verwundert die Augen reiben müssen. Das Vertrauen in TuRUs ersten Vorsitzenden Heinz Schneider ist groß, die Begründung für das Nicht-Stellen des Antrags einleuchtend. Das findet auch Spielgestalter Patrick Dertwinkel: "Wir wissen da einfach zu wenig über die Modalitäten und sind dementsprechend die falschen darüber zu urteilen oder zu entscheiden." Einen Einfluss auf das eigene Spiel hätte die Entscheidung der Vereinsführung auch nicht gehabt. "Ich hatte gegen Meerbusch nicht den Eindruck, als dass wir irgendwie anders agiert hätten, als man das von uns gewohnt ist."

Ganz im Gegenteil: Der ehemalige U-Nationalspieler bringt sogar Verständnis für diesen Entschluss auf: "Ich habe da persönlich nie drüber nachgedacht. Ich bin mir sicher, dass die Wuppertaler ihren Weg gehen werden und es an ein Wunder grenzen würde, wenn wir das noch aufholen." Auch bezüglich des notwendigen Ausbaus der Infrastruktur geht er mit seinen Bossen unisono. "Da werden die Anforderungen ja noch größer. Es ist ein Wahnsinn, was die Vereine da stemmen müssen. Man sieht das ja zum Beispiel an Kray."

Dertwinkel verlängert um ein weiteres Jahr

Und letztendlich hat Dertwinkel unter der Woche ein Zeichen gesetzt: Der Spielmacher, der nach einem kurzen, misslungenen Sommerintermezzo beim TV Jahn Hiesfeld nach wenigen Wochen wieder nach Düsseldorf zurückgekehrt war, hat seinen Vertrag an der Feuerbachstraße frühzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Genauso wie Stammkeeper Björn Nowicki, Shkelzen Imeri und Saban Ferati. "Ich fühle mich hier einfach pudelwohl. Das ganze Umfeld stimmt, wir haben eine gute Mannschaft und mit dem Trainerteam komme ich ebenfalls gut klar," begründet Dertwinkel, der bei der Stadtverwaltung Mülheim ein duales Studium der Rechtswissenschaften absolviert, seine Entscheidung.

Damit kann der 22-Jährige auch beruhigt in die beiden Spiele gegen Ratingen und Hiesfeld gehen. Besonders mit dem TV Jahn, der in der Rückrundentabelle derzeit den ersten Platz belegt, hat er noch eine Rechnung offen: "Ausgerechnet gegen die habe ich in der letzten Minute einen Elfmeter verschossen."

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