Der KFC Uerdingen hat am Montag offiziell seinen neuen Trainer vorgestellt.

KFC Uerdingen

Gestatten: Jörn Großkopf, nicht Jörg Roßkopf

Krystian Wozniak
23. März 2016, 15:37 Uhr
Foto: Griepenkerl

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Der KFC Uerdingen hat am Montag offiziell seinen neuen Trainer vorgestellt.

Nach Edgar Schmitt (2010), Peter Wongrowitz (2010/11), Jörg Jung (2011/12) Erhan Albayrak und Ronny Kockel (2012), Eric van der Luer (2012 bis 2014), Erhan Albayrak (2014), Ersan Tekkan (2014), Murat Salar (2014/15), Horst Riege und Gerd Gotsche (2015), Michael Boris (2015/16) und erneut Riege/Gotsche (2016) soll sich der 13. Trainer in den letzten sechs Jahren endlich als ein Glücksgriff erweisen.

Der 49-jährige soll doch noch das Unmögliche möglich machen und den KFC Uerdingen noch in dieser Saison in die Regionalliga zurückführen. "Wenn wir unser Nachholspiel gewinnen, dann hätten wir bei noch zwölf verbleibenden Spielen sieben Punkte Rückstand auf Wuppertal. Im Fußball ist einiges möglich. Doch bevor wir auf Wuppertal schauen, müssen wir erst einmal zusehen, dass wir unsere eigenen Partien erfolgreich bestreiten", sagt der gebürtige Hamburger am Mittwoch gegenüber dieser Redaktion.

Der Fußballlehrer, der die höchste Ausbildung im Trainerbereich unter anderem mit Schalkes Andre Breitenreiter oder Rot-Weiss Essens Sportlicher Führung Jan Siewert und Andreas Winkler absolvierte, war zuletzt in der Oberliga Hamburg als Trainer tätig. Zuvor war er für Hessen Kassel und den FC St. Pauli II verantwortlich. Der Kontakt nach Krefeld kam durch den Geschäftsstellenleiter der Uerdinger Niko Weinhart zustande. "Ich konnte die Verantwortlichen in den Gesprächen anscheinend überzeugen und freue mich hier zu sein", erklärt der Ex-Profi. Zwischen 1988 und 1992 spielte er in der Bundesliga für den FC St. Pauli - auch gegen das damalige Bayer Uerdingen. Großkopf: "Gegen Uerdingen habe ich immer meine besten Spiele gemacht. Die Grotenburg hat sich überhaupt nicht verändert, ist nur ein bisschen älter geworden."

Alt ist ein gutes Stichwort. Denn eigentlich würde Großkopf den KFC-Kader, aus dem er nach eigener Aussage drei, vier Spieler gut kennt, gerne verjüngen. "Das ist jedoch Zukunftsmusik. Wir müssen uns erst kennenlernen und schauen, ob das auch passt. Wir haben uns auf eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende geeinigt. Klar ist aber auch, dass man die kommende Serie nicht erst im Juni oder Juli planen kann. Die ersten Wochen werden entscheidend sein, dann sehen wir weiter. Ich kann nur betonen, dass die ersten Eindrücke sehr positiv sind", erklärt der ausgebildete Groß- und Außenhandelskaufmann sowie Sozialversicherungs- und Versicherungsfachmann. Kurios: Großkopf wäre in der jüngeren Vergangenheit schon einmal fast Nachfolger von Michael Boris geworden. "Als die Sportfreunde Lotte nach Boris einen neuen Trainer suchten, habe ich Gespräche mit Lottes Chef Manfred Wilke geführt. Daraus ist aber letztendlich nichts geworden."

Eines wäre da noch: Es gibt nicht wenige Leute, die bei dem Namen Jörn Großkopf automatisch auf Jörg Roßkopf (ehemaliger deutscher Tischtennisspieler) kommen. "Das habe ich schon so oft gehört und werde immer wieder darauf angesprochen. Ich kann nur sagen, dass ich nie Tischtennis gespielt habe und den guten Menschen auch nicht kenne. Seit ich denken kann, gibt es für mich nur Fußball. Das ist mein Leben."

Bleibt für den KFC Uerdingen zu hoffen, dass sich die Ziffer 13 als Glückszahl erweist.

Autor: Krystian Wozniak

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