Sowohl für den FC Arsenal als auch Manchester United ist das heutige Finale im FA-Cup (16 Uhr) die letzte Chance, die Saison nicht ohne Titel zu beenden. Die

Brisantes Pokalduell zwischen Arsenal und "ManU"

ar
21. Mai 2005, 08:48 Uhr

Sowohl für den FC Arsenal als auch Manchester United ist das heutige Finale im FA-Cup (16 Uhr) die letzte Chance, die Saison nicht ohne Titel zu beenden. Die "Gunners" müssen auf Torjäger Thierry Henry verzichten.

Als ob das Duell zwischen dem FC Arsenal und Manchester United nicht genug Brisanz enthält, ist das Finale des FA-Cups (16 Uhr/live im DSF) für beide Teams auch noch die letzte Gelegenheit, in dieser Saison einen Titel zu holen. Der entthronte Meister Arsenal mit dem deutschen Torhüter Jens Lehmann musste in der Champions League bereits im Achtelfinale die Segel streichen und in der Premier League waren die "Gunners" chancenlos gegen Meister FC Chelsea . Doch vor dem 124. Endspiel im ältesten Fußball-Wettbewerb der Welt plagen beide Teams große Sorgen.

Fan-Ausschreitungen befürchtet

Der FC Arsenal muss in Cardiff den an der Achillessehne verletzten Torschützenkönig Thierry Henry ersetzen, während "ManU" um seine Stammspieler Gary Neville, Gabriel Heinze und Paul Scholes bangt. Am meisten fürchtet United jedoch Ausschreitungen seiner Fans. Die Anhänger werden es wohl nicht bei Protesten gegen die Übernahme ihres Klubs durch US-Tycoon Malcolm Glazer belassen. "Wir haben große Lust, komplettes Chaos zu schaffen", sagte Oliver Houston, Vize-Präsident der Vereinigung der Kleinaktionäre.

Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson hat die Fans schon mal vorsorglich zur Mäßigung aufgerufen. "Sie sollten die Spieler in ihrem Versuch unterstützen, das Spiel zu gewinnen. Alles andere ist uninteressant", sagte der Schotte. Das Finale sei nicht der geeignete Zeitpunkt, die Übernahme der Dreiviertel-Mehrheit durch Glazer zu diskutieren, so "Fergie" weiter.

Neue verbale Scharmützel zwischen Vieira und Keane

Unabhängig vom Geschehen auf den Rängen des 75.000 Zuschauer fassenden Millennium-Stadiums, birgt das Duell der beiden Dauer-Rivalen der letzten Jahre auch sportlich einige Brisanz. Die Erinnerungen an die "battle of the buffet" der Vorrunde, als Ferguson im Spielertunnel mit Pizza und Suppe beworfen wurde, sind auf beiden Seiten noch frisch.

Und pünktlich vor dem zwölften Aufeinandertreffen im FA Cup - beide Mannschaften gewannen bei einem Remis bisher je fünf Partien - haben auch die beiden Kapitäne Patrick Vieira und Roy Keane ihre beim letzten Liga-Treffen begonnene Fehde wieder aufgenommen. Vieira ließ dem "ManU-Skipper" vor wenigen Tagen ausrichten, dessen Streit mit Nationaltrainer Mick McCarthy habe Irland 2002 aller WM-Chancen beraubt. Keane konterte, dass der französische Nationalspieler vor drei Jahren doch besser in der Elf seines Geburtslandes Senegal gespielt hätte und kündigte "Schlachten auf dem ganzen Platz" an.

"ManU" mit neun Pokalsiegen

Während das verbale Duell der Kapitäne bis auf weiteres mit einem Remis endete, hatte bei der bis dato einzigen Begegnung beider Teams in einem FA-Cup-Finale Arsenal die Nase vorn. Beim so genannten "Fünf-Minuten-Finale", in dem drei Treffer - darunter das 3:2-Siegtor für die "Gunners" - in den letzten fünf Spielminuten fielen, gewann Arsenal 1979 den fünften von mittlerweile neun Trophäen. Nur Gegner "ManU" ist mit elf Siegen noch erfolgreicher.

Autor: ar

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