Der Start ins Pflichtspieljahr 2016 war für die Elf aus dem Jahnstadion ein furioser. Zwei Siege, 11:1 Tore – für den VfB Bottrop hätte es in den ersten Punktspielen nach dem Jahreswechsel kaum besser laufen können.

Bottrop

VfB steht am Scheideweg

Sebastian Goretzki
23. März 2016, 10:07 Uhr
Foto: Neumann

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Der Start ins Pflichtspieljahr 2016 war für die Elf aus dem Jahnstadion ein furioser. Zwei Siege, 11:1 Tore – für den VfB Bottrop hätte es in den ersten Punktspielen nach dem Jahreswechsel kaum besser laufen können.

Doch das Glück verließ das Team von Trainer Mevlüt Ata, in den letzten beiden Meisterschaftspartien setzte es für die Schwarz-Weißen zwei Niederlagen. Obendrein blieb es der von personellen Ausfällen gebeutelten Offensivreihe verwehrt, für neuerliche Torerfolge zu sorgen.
So verlor der VfB beide Spiele zu Null – und wähnt sich plötzlich wieder im Abstiegskampf. „Das kommende Spiel ist ein wegweisendes, eine Niederlage wollen und dürfen wir uns nicht erlauben“, wirft der Linienchef des Bottroper Bezirksligisten einen Blick auf die anstehende Begegnung.

Diese könnte die kommenden Wochen der Ata-Elf entscheidend beeinflussen und mitbestimmen, denn mit dem SV Krechting gastiert am heutigen Mittwochabend (20 Uhr) ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt an der Parkstraße. Die Mannschaft aus Rhede belegt mit fünf Zählern Rückstand auf den VfB derzeit den ersten Abstiegsplatz. „Was ein Misserfolg für uns bedeuten würde, muss angesichts der tabellarischen Konstellation nicht weiter erklärt werden“, ist die Ausgangslage für Ata eine eindeutige.

Gewinnen die Bottroper oder halten zumindest einen Punkt zuhause, so dürfen sie sich angesichts des Punktepolsters weiterhin einigermaßen in Sicherheit wähnen. Gelingt Krechting jedoch ausgerechnet beim VfB der vierte Auswärtssieg in dieser Saison, könnte es im Tabellenkeller folglich wieder spannend werden. „Das Mittelfeld liegt sehr dicht beieinander, fast die halbe Liga ist in diese Positionskämpfe einbezogen“, so Ata, „es kann sehr schnell hoch und genauso rasant runter gehen.“

Doch die Bottroper können im Vorfeld der Partie auch Positives vorweisen. Lediglich drei Mal ging der VfB in dieser Saison bisweilen als Verlierer auf heimischem Geläuf vom Platz, dazu konnten die Schützlinge von Mevlüt Ata trotz der jüngsten Niederlagen in beiden Partien einige Chancen verbuchen – nur war die Verwertung der Möglichkeiten eine klägliche. „Es muss uns gelingen, vor dem Tor wieder zielstrebiger und effektiver zu werden“, hofft der Coach daher nun wieder auf eine bessere Ausbeute. „Wir wissen, worum es geht. Dazu haben wir ein Heimspiel und vertrauen auf unsere Stärken.“

Auf welche Spieler der VfB-Trainer gegen Krechting setzt, wird erst kurzfristig entschieden; Samuel Kahnert ging angeschlagen aus dem sonntäglichen Spiel in Sterkrade hervor. Dafür hat Abwehrrecke Sascha Bartsch seine Gelb-Sperre abgesessen und dürfte nun in den Kader zurückkehren. Für Torjäger Alexander Tschalumjan derweil dürfte das Duell mit Krechting noch zu früh kommen. „Egal wer auflaufen wird: wir werden alles geben!“

Autor: Sebastian Goretzki

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