Natürlich schaute Guido Naumann hin.

Duisburg

Issa Issa erlöst den FSV in der Nachspielzeit

Thomas Kristaniak
21. März 2016, 12:27 Uhr
Foto: Udo Milbret

Foto: Udo Milbret

Natürlich schaute Guido Naumann hin.

Als seiner Mannschaft in der Nachspielzeit der Partie bei Schlusslicht Viktoria Goch ein Foulelfmeter zugesprochen wurde, drehte sich der Trainer des FSV Duisburg nicht weg. „Ich habe nur unseren Fans hinter meiner Bank gesagt, sie sollen ganz cool bleiben“, so Naumann. Ganz cool blieb dann auf jeden Fall Issa Issa: Der Winterneuzugang des Fußball-Landesligisten, der zuvor selbst gelegt worden war, verwandelte den Strafstoß zum 1:0 (0:0)-Sieg seines Teams.

Duplizität der Ereignisse: Nach dem 2:0 am Mittwoch im Nachholspiel beim SV Hönnepel-Niedermörmter II traf der FSV bei der nächsten Reise in den Kreis Kleve erneut schwierige Platzverhältnisse an. „Die schicken uns hier auf den Trainingsplatz“, monierte Guido Naumann, der immerhin doch auf den angeschlagenen Salih Altin zurückgreifen konnte. Für Musa Celik rückte Burak Öktem in die Startelf. Die erste und für lange Zeit größte Chance zur Führung hatte nach vier Minuten Tanju Acikgöz, der allein auf das Viktoria-Tor zusteuerte, die Kugel aber nicht unterbrachte. „Danach wurde es natürlich immer schwieriger. Die Gocher standen nur hinten drin und sind bei jedem Foul gefühlte fünf Minuten liegen geblieben. Das nervt“, so der FSV-Trainer.

Seine Mannschaft hielt den Druck auch in der zweiten Halbzeit hoch, fand aber gegen die massive Deckung der Gastgeber kein effektives Mittel. So musste die Brechstange helfen: Abwehrmann Felix van Berk kam in der Schlussphase als Angreifer – das sollte sich auszahlen. Der Ex-Buchholzer legte einen hohen Ball auf Issa Issa ab; der frühere libanesische Nationalspieler wurde gefällt und behielt anschließend bei der Ausführung des Elfmeters die Nerven.

Autor: Thomas Kristaniak

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