Wenn sich in der kommenden Woche die Nationalmannschaft trifft, sind die BVB-Außenverteidiger Marcel Schmelzer und Erik Durm nicht dabei. Dortmunds Trainer Tuchel kann das nicht verstehen.

BVB

Tuchel überrascht über Durms Nichtnominierung

Sebastian Weßling
19. März 2016, 16:15 Uhr

Wenn sich in der kommenden Woche die Nationalmannschaft trifft, sind die BVB-Außenverteidiger Marcel Schmelzer und Erik Durm nicht dabei. Dortmunds Trainer Tuchel kann das nicht verstehen.

Wenn Thomas Tuchel die Angelegenheit alleine aus seiner Perspektive als Trainer von Borussia Dortmund betrachtet, kommt er zu einem positiven Schluss: „Da Marcel Schmelzer im Winter keine Vorbereitung hatte und immer mit hoher Intensität für uns spielt, ist er auf jeden Fall einer, dem die Pause gut tun wird“, sagt Tuchel.

Schmelzer dürfte die Sache anders sehen, denn die anstehende zweiwöchige Spielpause nach der Partie beim FC Augsburg (Sonntag, 17.30 Uhr/live in unserem Ticker) bekommt er nur deswegen, weil er wieder einmal nicht für die Nationalmannschaft nominiert wurde. Mats Hummels, Marco Reus und Matthias Ginter sind vom BVB dabei, Ilkay Gündogan, Erik Durm und eben Schmelzer nicht. Bei Gündogan erklärte der BVB dies mit seiner Fußprellung, bei Durm und Schmelzer gab es keine Begründung – und bei Tuchel entsprechend wenig Verständnis: „Wer die beiden gegen Bayern und Tottenham gesehen hat, wird zustimmen, dass sie eine Nominierung verdient hätten“, sagt er.

Zumal das Angebot an starken Außenverteidigern in Deutschland weiterhin nicht üppig ist. „Bei Marcel gibt es eine kleine Vorgeschichte beim DFB, er war ja schon länger nicht mehr dabei“, sagt Tuchel und spielt auf einige unglückliche Äußerungen an, die Bundestrainer Joachim Löw einst über den Dortmunder fallen ließ. „Aber bei Erik sind wir eigentlich fest davon ausgegangen, dass er Teil des Kaders ist.“

Dass es anders gekommen ist, kommt Tuchel aus sportlicher Sicht allerdings entgegen – auch wenn er sich darüber nicht allzu deutlich freuen darf. „Wir werden die Zeit zu nutzen wissen und ihnen ein bisschen Erholung zugute kommen lassen“, sagt er.

Autor: Sebastian Weßling

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