Insgesamt ist Siegfried Sonntag jetzt schon seit 16 Jahren im „Geschäft“. Nach nunmehr 15 Jahren ist der blonde „Siggi“ in den Duisburger Norden zurückgekehrt, um vor allem die Fans und Zuschauer wieder zu begeistern, damit diese der „Löwen-Elf“ den Rücken stärken. „Natürlich traut man dieser alten Hamborner Zeit hier immer noch nach. Das waren schon klasse Duelle gegen MSV II, Homberg oder Speldorf“, resümiert der Neu-Coach, „aber das ist jetzt vorbei, auch wenn viele Fans sich diese Erfolge zurückwünschen. Das ist derzeit nicht zu realisieren.“

Hamborn 07: Jugendkonzept auf dem „Löwen“-Speiseplan

Sonntag: „Da wächst etwas zusammen“

Andreas Gellert
10. August 2007, 15:20 Uhr

Insgesamt ist Siegfried Sonntag jetzt schon seit 16 Jahren im „Geschäft“. Nach nunmehr 15 Jahren ist der blonde „Siggi“ in den Duisburger Norden zurückgekehrt, um vor allem die Fans und Zuschauer wieder zu begeistern, damit diese der „Löwen-Elf“ den Rücken stärken. „Natürlich traut man dieser alten Hamborner Zeit hier immer noch nach. Das waren schon klasse Duelle gegen MSV II, Homberg oder Speldorf“, resümiert der Neu-Coach, „aber das ist jetzt vorbei, auch wenn viele Fans sich diese Erfolge zurückwünschen. Das ist derzeit nicht zu realisieren.“

Deshalb sprach RevierSport mit Siggi Sonntag über das neue „Löwen“-Konzept, die Zielsetzungen und Wünsche für die kommende Spielzeit und die nächsten Jahre.

Siegfried Sonntag, Trainer von Hamborn 07, in die Tagen startet die Liga. Wie sieht es denn aus bei den „Löwen“?

Die Vorbereitung war in Ordnung, die Ergebnisse für mich nur zweitrangig. Aber immerhin mussten wir zwölf neue Leute ins Team integrieren. Dazu sind es natürlich viele junge Leute, die zwischen 18 und 20 Jahre alt sind. Was mich aber sehr positiv stimmt ist, dass schon jetzt in der Truppe eine gute Harmonie herrscht. Da wächst etwas zusammen. Wichtig ist aber auch, gut in die Saison zu starten.

Am Sonntag wartet gleich Mal der SV Sonsbeck.

Ein sehr starker Gegner – da wissen wir gleich einmal, wo wir stehen. Mit Fichte Lintfort, RWO II und dem Aufsteiger SuS Dinslaken wird es aber auch danach nicht einfacher. Nach den ersten Partien wird man sehen, wo unsere Tendenz hingeht. Hinzu kommt noch die Eingewöhnungsphase bei einigen Akteuren, da sie eher von unterklassigen Vereinen kommen. Wie Kevin Blech, der aus der Kreisliga A zu uns gewechselt ist. Da muss vor allem taktisch noch einiges gemacht werden. Aber ich bin da sehr zuversichtlich.

Stichwort Jugend. Ein Neuaufbau in Hamborn?
Natürlich ist die Umstellung auch von finanziellen Aspekten abhängig gewesen, aber die jungen Kerls sind nun mal unsere Zukunft. Darauf müssen wir aufbauen, zumal wir eh eine sehr gute Nachwuchsarbeit haben. Aber nur mit ihnen geht es auch nicht. Deshalb haben wir den Kader auch gezielt mit gestandenen Spielern verstärkt.

Einen „richtigen“ Sportlichen Leiter haben Sie aber für solche Sachen nicht, oder?

Das ist für mich auch nur so eine Art Modewort, was jetzt nicht Negativ verstanden werden soll. Sicher ist es eine schöne Sache, wenn der Trainer mehr Zeit für das Training hat. Aber solche Sachen macht Frank Golomb, der ja hauptsächlich dafür zuständig ist.

Wie ist denn die Zielsetzung des Vereins in dieser Saison?
Einstellig, unter die ersten zehn Teams – das wäre schon in Ordnung. Von direktem Wiederaufstieg brauchen wir gar nicht reden. Wir müssen erst einmal gut spielen und uns kontinuierlich weiterentwickeln, dann können wir mit dieser jungen Truppe in zwei, drei Jahren über die Verbandsliga reden.
Wie schätzen Sie denn die Liga in diesem Jahr ein?

Sehr Stark! Da werden fünf, sechs Teams um den Aufstieg mitspielen: DSV 1900, TuRa, Sonsbeck, Kleve II und RWO II werden das unter sich ausmachen. Wir werden uns zwei, drei Plätze dahinter einsortieren, aber trotzdem das ein oder andere Top-Team ärgern.
Was sind Ihre Wünsche für diese Spielzeit?

Wir möchten kontinuierlich die jungen Leute weiterentwickeln. Da möchte ich gerne mit meiner Erfahrung eingreifen und diese an die Spieler weitergeben. Auf lange Sicht möchte natürlich Hamborn 07 wieder im Rampenlicht und Fokus der Stadt stehen. Das soll sich auch bei den Zuschauerzahlen niederschlagen. Wir haben eine gesunde finanzielle Struktur, die Verträge laufen mit den Jungs zum großen Teil über zwei Jahre. Wenn Frank Golomb und ich hier in Ruhe arbeiten können, wird sich sicherlich einiges bewegen.

Autor: Andreas Gellert

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