Mülheimer sind seit September auf eigenem Platz ungeschlagen. Trainer Oliver Röder will der Jugend eine Chance geben.

VfB Speldorf

Röder setzt auf Heimstärke

Marcel Dronia
19. März 2016, 09:27 Uhr
Foto: Tillmann

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Mülheimer sind seit September auf eigenem Platz ungeschlagen. Trainer Oliver Röder will der Jugend eine Chance geben.

Von der Niederlage in Nettetal wollen sich die Landesliga-Fußballer des VfB Speldorf nicht umwerfen lassen, sondern im Duell gegen den 1. FC Viersen am Sonntag (15.15 Uhr, Saarner Straße) vielmehr an ihre gute Heimbilanz anknüpfen.

Denn sämtliche Niederlagen der letzten Monate hat der VfB auf fremden Plätzen kassiert. An der Saarner Straße sind die Speldorfer seit sechs Spielen ungeschlagen, die letzte Heimniederlage setzte es am 27. September beim 0:4 gegen den VfB Homberg. „Vielleicht haben wir zu Hause wirklich einen Vorteil, denn in Viersen haben wir auf einem Naturrasenplatz gespielt“, sagt Trainer Oliver Röder, der in dieser Woche angekündigt hat, in der kommenden Saison nur noch als Sportlicher Leiter und nicht mehr als Trainer des VfB aktiv zu sein.
In seinen letzten Monaten als Coach wünscht sich Röder, dass sich seine Mannschaft noch schneller auf Gegebenheiten im Spiel einstellt. Am letzten Wochenende zum Beispiel hätte der VfB viel früher die Gefahr bei Standardsituationen erkennen müssen. Daraus fielen später drei der vier Gegentore.

Abwehr ist die größte Baustelle
Die größte Baustelle des VfB ist nach wie vor die Abwehr und hier im Speziellen die Innenverteidigung. Denn mit Ercan Yayla (Kreuzbandanriss) und Kapitän Philipp Bartmann (Sperre) fehlen zwei Stammspieler. Baris Atas ist seit dem Rückrundenbeginn außer Form und war in Nettetal an mehreren Gegentoren beteiligt. „Er war aber fast ein ganzes Jahr lang nicht dabei und befindet sich noch immer in der Aufbauphase“, nimmt Oliver Röder seinen Verteidiger in Schutz. Gut möglich, dass Atas auch am Sonntag wieder von Beginn an in der Abwehrzentrale an der Seite von Leon Fritsch spielt. Emre Iyilik wäre die einzige Alternative. „Das Abwehrproblem können wir nicht kurzfristig lösen“, muss Röder zugeben.

Umdenken muss der Speldorfer Chef an der Seitenlinie hingegen auf der sogenannten Sechserposition, denn Sebastian Freyni hat sich am vergangenen Sonntag die fünfte Gelbe Karte abgeholt und ist gesperrt. Als Alternative hat Röder Jeremi Mvunuku im Kopf, der bisher stets als Einwechselspieler zum Zug kam. Unter Umständen gibt der Speldorfer Coach aber auch der Jugend eine Chance.

Gulian Boka, Maximilian Süsselbeck, Jan Hammelsbeck aus der eigenen A-Jugend gehören nun fest zum Landesliga-Kader und vor allem Boka hat Röder im Training begeistert. „Er ist zwar kein Kopfballungeheuer, aber unheimlich ballsicher. Man unterschätzt ihn total“, so der Coach. Gut möglich, dass Boka am Sonntag seiner ersten Landesligaminuten absolvieren darf.

Konkurrent Viersen steht mit 30 Punkten auf dem achten Tabellenplatz, Speldorf könnte sein Konto mit einem Heimsieg auf 27 erhöhen. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt aktuell fünf Punkte. Hier wollen die Mülheimer nach Möglichkeit so schnell wie möglich Klarheit schaffen, um nicht mehr in den Abstiegskampf zurückzukehren.

Ziel positive Tordifferenz
Mit einem Sieg hätte der VfB auch wieder eine positive Tordifferenz – die beste in der gesamten oberen Tabellenhälfte. Die erste Mannschaft, die ein besseres Torverhältnis als Speldorf aufweist, steht auf dem achten Rang: Viersen.

Autor: Marcel Dronia

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