Schon im Vorfeld des Derbys zwischen dem BVB II und Schalke II äußerte sich Dortmunds Keeper Hendrik Bonmann kritisch über die frühe Anstoßzeit. Nach dem Spiel am Mittwoch legte er noch einmal nach.

U23-Derby

"Eine Schande für den Fußball"

Hendrik Niebuhr
17. März 2016, 09:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Schon im Vorfeld des Derbys zwischen dem BVB II und Schalke II äußerte sich Dortmunds Keeper Hendrik Bonmann kritisch über die frühe Anstoßzeit. Nach dem Spiel am Mittwoch legte er noch einmal nach.

"Die Ansetzung vom Verband und die Platzverhältnisse sind eine Schande für den Fußball", meinte der 22-Jährige nach dem 1:1 im kleinen Revierderby, das aus Sicherheitsgründen schon um 14.30 Uhr angepfiffen wurde. Dennoch fanden immerhin über 1600 Zuschauer den Weg ins Stadion Rote Erde - ein Wert, der auch den BVB-Keeper beeindruckte: "Das ist eine großartige Leistung. Hier nehmen sich die Leute von der Arbeit frei, um uns sehen zu können. Das ist Borussia Dortmund." Dass der Rahmen dem eines Derbys würdig war, empfand der Schlussmann allerdings ganz gar nicht so: "Es gab ja aufgrund des Boykotts der Fans keine Stimmung. Das kann ich aber auch absolut verstehen."

In eine ähnliche Kerbe schlug auch BVB-Angreifer [person=5702]Tammo Harder[/person]: "Es gab schon Spiele hier, da waren 10000 Zuschauer da. Und das war nicht gegen Schalke. Das ist natürlich auch für uns selber eine blöde Anstoßzeit, denn Fußball lebt ja auch von den Emotionen der Fans. Gerade für die jungen Spieler ist es eine tolle Erfahrung vor so vielen Leuten zu spielen und die wird einem dadurch genommen. Das ist enttäuschend."

Ansonsten verlebte [person=8811]Bonmann[/person] im Dortmunder Tor einen verhältnismäßig ruhigen Nachmittag. Nur nach sieben Minuten hätte ihn Christian Mauersberger einmal fast auf dem falschen Fuß erwischt, als ein Distanzschuss aus 30 Metern auf die Querlatte fiel. Beim Gegentor von Aleksei Gasilin war der BVB-Keeper machtlos, ansonsten hielt er alles, was er halten musste. Angesichts der eigenen guten Möglichkeiten fiel es dem Blondschopf schließlich schwer, sich über die Punkteteilung zu freuen: "Wenn man die Tabellensituation anschaut, ist das ein gewonnener Punkt. Wenn man den Spielverlauf betrachtet, sind das zwei verlorene Punkte. Wir waren die bessere Mannschaft bei katastrophalen Verhältnissen."

Autor: Hendrik Niebuhr

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren