Immerhin war den Krefeld Pinguinen in ihrer vielleicht enttäuschendsten Saison in der DEL-Geschichte ein harmonischer Abschluss vergönnt.

Krefeld Pinguine

Auf der Suche nach Top-Verstärkungen

16. März 2016, 16:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Immerhin war den Krefeld Pinguinen in ihrer vielleicht enttäuschendsten Saison in der DEL-Geschichte ein harmonischer Abschluss vergönnt.

Acht der letzten zehn Spiele gewann der KEV, obwohl bereits im Januar klar war, dass die Playoffs in dieser Spielzeit ohne die Seidenstädter stattfinden werden. Die "rote Laterne" konnte Krefeld so noch in Richtung Schwenningen abgeben. Die letzten Saisonwochen brachten aber einiges an verlorenem Kredit bei Fans und Umfeld zurück. „Die Fans waren spitze. Ich denke auch, dass viele in der Phase, in der wir häufig verloren haben, gesehen haben, dass die Spieler auf dem Eis einiges besser gemacht haben als zu Beginn der Saison. Zudem hat das Team vorzüglich mitgezogen“, resümiert Trainer Franz Fritzmeier.

Dass der Kader nach dem vorletzten Platz trotzdem in bestimmten Teilen erneuert werden muss, ist klar. Auch deshalb befindet sich der Trainer aktuell auf großer Scouting-Tour durch Österreich und die skandinavischen Länder. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf Erstliga-Eishockey. „Ich habe auch schon einige Zweitliga-Spiele gesehen, dabei ist mir aber nur ein Spieler aufgefallen, der für uns in Frage kommen könnte. Ich habe bereits seit Längerem betont, dass wir uns vor allem in der Spitze verstärken müssen. Zudem haben wir ja bei manchen unserer Spieler in dieser Saison auch gesehen, dass es von der zweiten Liga in die DEL ein weiter Weg sein kann.“

Denn für die Breite wurde schon einiges getan. Neben dem einzigen aktuell feststehenden externen Neuzugang Mark Mancari (Augsburg) wurden zuletzt die Vertragsverlängerungen von Norman Hauner, Steve Hanusch und Mike Collins bekanntgegeben. Drei Weiterverpflichtungen, die beim ein oder anderen Fan für Stirnrunzeln sorgten. Vor allem, da sich mit Tomas Duba, Scott Valentine, Patrick Galbraith und allen voran Henrik Eriksson, der in den letzten 13 Spielen satte elf Tore schoss, andere Akteure in den letzten Saisonspielen kräftig für einen weiteren Verbleib an der Westparkstraße empfohlen haben. Trotzdem haben mindestens Duba und Eriksson keine Zukunft beim KEV, wie der Klub am Mittwoch klarstellte. Den Verein ebenfalls verlassen werden Yared Hagos und Oliver Mebus. Für die anderen ist der Zug noch nicht ganz abgefahren, wie Fritzmeier klarstellt: „Es wird auch noch Vertragsverlängerungen geben. Aber man darf nicht vergessen, dass wir Vorletzter wurden. Also nehmen wir uns in der sportlichen Leitung auch das Recht heraus, uns Zeit zu lassen, um nach Alternativen zu suchen.“ Wenn eine oder mehrere dieser Alternativen schlussendlich aus Skandinavien kommen, sollte dies niemanden verwundern.

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