Nach der dritten 0:1-Niederlage in den letzten vier Spielen fand Alemannia Aachens Trainer Fuat Kilic deutliche Worte.

Aachen-Trainer Kilic

"Wir waren einfach schlecht"

Krystian Wozniak
13. März 2016, 13:37 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Nach der dritten 0:1-Niederlage in den letzten vier Spielen fand Alemannia Aachens Trainer Fuat Kilic deutliche Worte.

Der TSV-Coach machte keinen großen Hehl aus seiner Enttäuschung nach dem 0:1 in Rödinghausen.

Fuat Kilic, wie erklären Sie sich die Niederlage?
Da gibt es nicht viel zu erklären: Wir waren einfach schlecht! Wir haben nie ins Spiel gefunden und haben all das, was wir beim 0:1 gegen Köln II gut gemacht haben, vermissen lassen.

Sind die Gründe Ihrer Meinung nach eher im Kopf der Spieler, oder im fußballerischen bereich zu suchen?
Das ist eine Mischung aus den zwei angesprochenen Dingen. Natürlich war die Fahrt nach Rödinghausen sehr lang. Mit rund 300 Kilometern war es die längste Tour der Saison. Trotzdem darf das keine Ausrede sein. Uns haben 300 lautstarke Fans nach Rödinghausen begleitet und diesen Leuten waren wir etwas schuldig. Leider konnten wir die Fans nicht belohnen.

In den nächsten Spielen geht es gegen einige Mannschaften, die um das sportliche Überleben kämpfen. Da sollte doch endlich mal eine Serie gestartet werden, oder?
Das Ziel ist es immer, Spiele zu gewinnen. Wir sind in den nächsten Partien gefordert Punkte zu holen und unsere Fans glücklich zu machen. Manche Spieler müssen sich noch für einen neuen Vertrag empfehlen. In den nächsten Begegnungen haben sie die Chance, mir zu zeigen, dass sie auch in Zukunft das Alemannia-Trikot tragen wollen.

Wird es im Sommer einen größeren Umbruch geben?
Das wird nicht der Fall sein, weil viele Spieler im letzten Sommer einen Zweijahresvertrag unterschrieben haben.

Können Sie schon jetzt das Ziel für die kommende Serie definieren?
Ein Verein wie Alemannia Aachen sollte im dritten Jahr in der Regionalliga das Ziel haben, aufzusteigen. Das werden wir auch angehen. Wir müssen uns nur einig sein, wie wir das angehen. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entwicklung der Mannschaft oder Investition in den Kader. Wenn man etwas entwickelt, dann muss man auch Geduld mitbringen. Denn junge, hungrige Spieler brauchen auch immer Zeit. Die Frage, ob der Verein investieren will, muss der Sportdirektor oder der Aufsichtsrat beantworten.

Autor: Krystian Wozniak

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