Die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg geben das Rennen um den Klassenherhalt noch nicht auf. Weder offiziell, noch inoffiziell.

MSV

Der Satz, den niemand ausspricht

Dirk Retzlaff
08. März 2016, 07:37 Uhr
Foto: firo

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Die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg geben das Rennen um den Klassenherhalt noch nicht auf. Weder offiziell, noch inoffiziell.

Giorgi Chanturia hätte seinem Trainer Ilia Gruev in Braunschweig den Rang ablaufen können. Doch der Führungstreffer des Georgiers reichte dem Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg nicht zum Auswärtssieg bei der Eintracht. Somit bleibt es nach dem 1:1 dabei: Gruev ist der letzte Spieler, der für den MSV in Braunschweig einen Siegtreffer erzielen konnte. Das war im Jahr 2003. Diesen Status wird Gruev wohl auf lange Sicht weiter inne haben. Ein Gastspiel in der Welfenstadt in der kommenden Saison gilt angesichts der für den MSV deprimierenden Tabellensituation als unwahrscheinlich.

Das weiß auch Gruev, das weiß auch Sportdirektor Ivica Grlic, das weiß auch MSV-Präsident Ingo Wald. Doch selbst außerhalb des Protokolls bringt noch kein Verantwortlicher den Satz über die Lippen, dass das Rennen um den Klassenerhalt bereits verloren ist.

Neun Punkte sind es bis zu den Plätzen 15 und 16. Hinzu kommt das schlechte Torverhältnis. 1860 München liegt derzeit mit zehn Treffern vor den Duisburgern. Fortuna Düsseldorf mit neun. „Es ist immer noch möglich, die beiden Mannschaften vor uns einzuholen“, sagt Abwehrspieler Rolf Feltscher. Eine Mischung aus Trotz, Verzweiflung und Hoffnung. Am nächsten Spieltag, wenn der MSV im eigenen Stadion gegen den FC Union Berlin im Einsatz ist, spielt 1860 München bei Erstliga-Aspirant RB Leipzig, Düsseldorf ist in Sandhausen am Ball, der SC Paderborn gastiert beim FC St. Pauli. Da könnte sich die Situation für die Zebras im Falle eines Sieges gegen „Eisern Union“ am Ende des Spieltages ein wenig erträglicher gestalten.

Option Brandstetter

Personell wird sich die Lage bei den Zebras im Hinblick auf das Berlin-Spiel ein wenig entspannen. Dan-Patrick Poggenberg, der mit einem lädierten Knöchel in den letzten beiden Spielen nicht zur Verfügung stand, dürfte bis zum Samstag einsatzbereit sein. Das gilt auch für Innenverteidiger Dustin Bomheuer, der in den letzten Tagen erkrankt das Bett hütete. Bei Victor Obinna deutet hingegen noch nichts auf ein baldiges Comeback hin. Der Nigerianer absolviert ein Individualprogramm, gestern war er auf dem Fahrrad aktiv.

Mit Simon Brandstetter steht hingegen ein neuer Joker in der Warteschleife. Der Stürmer spielte am Sonntag erstmals nach seinem Knöchelbruch für die U 23 in der Oberliga.

Autor: Dirk Retzlaff

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