Das war nun wirklich nichts für schwache Nerven. Nach einem turbulenten Fußballspiel feierte die TSG Sprockhövel einen 3:2-Sieg gegen den TSV Marl-Hüls.

TSG Sprockhövel

Zittersieg gegen Marl-Hüls

Heiner Wilms
07. März 2016, 09:21 Uhr
Foto: Nils Heimann

Foto: Nils Heimann

Das war nun wirklich nichts für schwache Nerven. Nach einem turbulenten Fußballspiel feierte die TSG Sprockhövel einen 3:2-Sieg gegen den TSV Marl-Hüls.

Den umjubelten Siegtreffer erzielte Simon Bukowski in der Nachspielzeit. Tabellenführer ist die TSG allerdings trotz des Sieges nicht mehr. Denn der SV Lippstadt gewann nicht nur das Spiel in Stadtlohn, sondern fuhr zudem drei Punkte im Nachholspiel gegen den SV Zweckel ein. Sprockhövel und Lippstadt sind jetzt punktgleich, Lippstadt hat aber die um zwei Treffer bessere Tordifferenz.

Doch das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Saison eigentlich egal. Viel wichtiger ist, dass sich die Sprockhöveler nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Folge im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga zurückgemeldet haben.

Allerdings tat sich die TSG anfangs schwer. Die Mannschaft mit den besseren Chancen war zunächst der TSV Marl-Hüls. Die Sprockhöveler wirkten dagegen ein wenig verkrampft. Und so forderte an der Seitenlinie Trainer Andrius Balaika seine Mannschaft immer wieder auf, schneller zu spielen. Doch das funktionierte zunächst noch nicht, und so musste ein Strafstoß her, um in Führung zu gehen.

Den Elfmeter versenkte TSG-Kapitän Raoul Meister in der 38. Minute mitten im Tor und löste damit bei seinen Nebenleuten ganz offensichtlich eine Blockade. Denn nur drei Minuten später hätte es schon 2:0 heißen können, doch nach einem tollen Distanzschuss von Tim Dudda klatschte der Ball an die Latte.

Kurz nach dem Wechsel dann wieder eine Riesenchance. Da tauchte Christian März allein vor Marls Torwart Lukas Fronczyk auf, aber mit seinem Lupfer traf er wohl die falsche Entscheidung.
„Da haben wir es verpasst, den Deckel draufzumachen“, sagte Andrius Balaika nach dem Spiel. Und diese Leichtfertigkeit hätte sich fast gerächt. Denn nach einer Ecke glichen die Gäste aus, und nach 69 Minute lagen sie sogar vorne.

Die TSG schien also schon geschlagen, doch sie kam noch einmal eindrucksvoll zurück und hatte auch nach dem 2:2 durch Christopher Antwi-Adjej noch nicht genug.

Autor: Heiner Wilms

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