Schalke gewinnt mit 3:1 in Köln und befindet sich weiterhin im Aufwind. Max Meyer glänzt erneut als Torschütze. In Berlin will er am Freitag nachlegen.

Schalke

Meyer tritt aus Sanés Schatten

07. März 2016, 08:07 Uhr
Foto: firo

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Schalke gewinnt mit 3:1 in Köln und befindet sich weiterhin im Aufwind. Max Meyer glänzt erneut als Torschütze. In Berlin will er am Freitag nachlegen.

In einem Punkt waren sich nach Schalkes 3:1-Sieg in Köln alle Beobachter einig: Ralf Fährmann ragte am Samstag aus Schalkes Elf heraus. In einer Statistik konnte der fantastisch aufgelegte Torwart seinem Teamkollegen Max Meyer logischerweise aber nicht das Wasser reichen: Mit 13 Kilometern war Meyer laufstärkster Spieler.

Der 20-Jährige glänzte vor allem mit dem wichtigen Tor zum 2:0. „Das hat er sehr schön gemacht“, freute sich Manager Horst Heldt mit seinem Dribbelkünstler. Dieser nahm das Lob gerne an. „Pierre (Höjbjerg, Anm. d. Red.) hat das aber auch gut vorbereitet. Ich habe gemerkt, dass ich noch einen Gegenspieler direkt in meiner Nähe hatte, da habe ich den Ball leicht durchlaufen lassen und direkt ins kurze Eck abgeschlossen“, schilderte Meyer seinen Treffer.

Mandel-Entzündung gut verkraftet

Er hatte schon gegen Hamburg ein wunderschönes Tor erzielt – erstmals seit fast zweieinhalb Jahren traf Meyer wieder in zwei aufeinanderfolgenden Partien. „Leider hatte er uns zuletzt krank gefehlt“, meinte André Breitenreiter. Umso erleichterter nahm der Trainer zur Kenntnis, dass die überstandene Mandel-Entzündung seinen Spielmacher kein bisschen aus dem Tritt gebracht hat, ganz im Gegenteil.

Beim jüngsten Schalker Offensiv-Spektakel war Meyer einer der Protagonisten. „Wir hätten noch ein paar Tore mehr erzielen können. Aber drei muss man in Köln auch erstmal machen. Darauf können wir stolz sein“, fand der Techniker. Heldt attestierte Meyer folgerichtig ein „sehr hohes Niveau. Er hatte in den letzten Spielen entscheidende Szenen. Das ist für einen Offensivspieler wichtig, hilft uns aber auch als Mannschaft“.

Meyer scheint mehr und mehr aus dem langen Schatten zu treten, den Leroy Sané in der Hinrunde geworfen hat. Von Sané ist Schalke aber offenbar nicht mehr so abhängig wie noch in der ersten Saisonhälfte. Der „berechtigte Hype“ (Heldt) um das Talent ist wohl vorerst passé. Das findet der Sportvorstand ohnehin gesünder: „Es ist schon alles gut so.“ Heldt hob lieber das Kollektiv hervor: „Ich finde, dass einige Spieler zurzeit auf einem sehr guten Niveau sind.

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Dieses lässt sich auch an den Ergebnissen ablesen. Aus einer kleinen Krise ist in gerade mal einer Woche und mit sieben Punkten aus drei Spielen ein Aufschwung geworden. „Wir haben uns jetzt ein bisschen vorne festgesetzt“, erklärte Meyer mit zufriedenem Blick auf die Tabelle.
Er machte auch keinen Hehl daraus, nun eine Serie starten zu wollen, die Konkurrenz schwächelt ja. Meyer: „Davon wollen wir profitieren und jetzt auch in Berlin einen Sieg holen. Hertha ist zwar noch vor uns, aber die Chancen, dort etwas zu holen, stehen gut.“ Das Hoch, das über Schalke aufgezogen ist, soll noch etwas anhalten.

Auch die Frage nach einer möglichen Nominierung für die Europameisterschaft in Frankreich trübte Meyers gute Laune nicht. „Das ist nicht mein Thema“, versicherte er zwar. Einen Korb würde der erst einmalige A-Nationalspieler dem Bundestrainer aber selbstverständlich auch nicht geben. „Natürlich nicht“, bestätigte Meyer lachend.

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