Auch beim Letzten hat RWE am Dienstag nicht gewonnen - die Krise geht weiter. Ein Kommentar.

RWE

Bei Wegberg-Beeck muss man gewinnen

Christian Brausch
02. März 2016, 14:23 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Auch beim Letzten hat RWE am Dienstag nicht gewonnen - die Krise geht weiter. Ein Kommentar.

RWE steckt in einer Krise, sportlich nicht erst seit der 1:1-Blamage beim abgeschlagenen Schlusslicht Wegberg-Beeck. Eigentlich können die Essener in dieser Saison nur noch den Super-Gau Oberliga-Abstieg verhindern und versuchen, schnell Gras über diese Spielzeit wachsen zu lassen.

Denn alles, was sich die Verantwortlichen vorgenommen haben, scheint überhaupt nicht zu funktionieren. Der Sportliche Leiter Andreas Winkler und Trainer Jan Siewert kriegen den Laden offenbar derzeit nicht in den Griff. Und das liegt nicht nur an eventuellen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, die es sicher gegeben hat. Aber die nach einem 1:1 in Wegberg-Beeck noch ins Felde zu führen, wo in der 90. Minute eigentlich keine Fehlentscheidung mehr ins Gewicht fallen darf, zeigt, dass die Verantwortlichen teilweise an den falschen Punkten ansetzen.

Denn beim designierten Absteiger muss man gewinnen, Punkt. Doch wenn die Mannschaft leblos und ängstlich auftritt, dann kriegt man auch bei einer besseren Oberliga-Truppe Probleme. Mittlerweile gibt es schon mehrere Stimmen, die Siewert die Wende nicht mehr zutrauen. Natürlich ist ein Trainerwechsel kein Allheilmittel und die letzten Partien waren nicht so schlecht, dass man gleich annehmen müsse, zwischen Mannschaft und Trainer stimmt es nicht. Aber irgendwann läuft jede Schonfrist ab. Denn auch in Wegberg-Beeck standen mehrere Spieler auf dem Platz, die schon über der Regionalliga aktiv waren oder das Interesse von höherklassigen Klubs geweckt haben. Gesehen hat man davon - nicht zum ersten Mal - fast nichts. Und auch die Zahlen sprechen leider eine klare Sprache. Sechs Siege aus 23 Spielen, das ist ist schlicht und ergreifend zu wenig. Wobei die letzten Trainerwechsel in Essen auch keine nachhaltige Besserung gebracht haben.

Daher wäre es leicht zu sagen, Siewert muss weg, dann wird alles besser. Die jüngere Geschichte zeigt, das war selten der Fall. Aber nur so weiter wurschteln wie derzeit, das kann auch keine Lösung sein. Schwere Zeiten an der Hafenstraße.

Autor: Christian Brausch

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren