Nach Schlusspfiff wussten die Spieler der SG Wattenscheid nicht so recht, wie sie mit dem 3:3-Unentschieden gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf umgehen sollten.

SG Wattenscheid 09

Mit Effizienz gegen den Kräfteverschleiß

02. März 2016, 10:17 Uhr
Foto: Michael Ketzer

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Nach Schlusspfiff wussten die Spieler der SG Wattenscheid nicht so recht, wie sie mit dem 3:3-Unentschieden gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf umgehen sollten.

Vor 375 zahlenden Zuschauern im Lohrheidestadion konnte die Elf von Farat Toku eine zweimalige Führung nicht über die Zeit bringen. Eigentlich aber hätten sie schon in der ersten Halbzeit deutlich zurückliegen müssen. Die Gäste aus der Landeshauptstadt vergaben zwischen der 15. und 30. Spielminute nahezu minütlich beste Einschussgelegenheiten. Entweder war Edin Sancaktar zur Stelle oder es war das eigene Unvermögen. "Klar hätten wir eigentlich zurückliegen müssen. Wir waren in vielen Situationen zu passiv und nicht nah genug bei den Gegenspielern und haben ihnen somit zu viele Räume geboten", bemängelte [person=29458]Christopher Braun[/person], der sich - wie seine Kollegen - nur bedingt über den Punkt freuen konnte.

Zwar schafften es die Schwarz-Weißen, wieder einmal ohne Niederlage aus einer Partie zu gehen, doch war vielen Akteuren der immense Kräfteverschleiß aufgrund der vielen Spiele in den letzten 14 Tagen anzusehen. "An ein richtiges Training ist derzeit nicht zu denken. Wir müssen versuchen, bis zur nächsten Partie am Samstag in Verl, unsere Tanks so gut es geht wieder aufzufüllen", erklärte Trainer Farat Toku.

Spielerisch wird über dieses 3:3 aber dennoch zu sprechen sein. Die Defensivleistung war nicht so gut, wie man es von Wattenscheid eigentlich kennt. Viele Bälle wurden, bei zugegebenermaßen schwierigen Bedingungen, leichtfertig hergegeben. Düsseldorfs junge Mannschaft kaufte mit großem Willen und schnellen Kombinationen den 09ern oft den Schneid ab, war aber schlussendlich zu inkonsequent.

Auf Kaya ist Verlass

Ein Fakt, den Toku noch nach dem Remis in Essen bemängelte, könnte in den weiteren englischen Wochen von großer Bedeutung sein, wenn man schnellstmöglich nicht nur die 40-Punkte-Marke knacken, sondern auch weiterhin ohne Niederlage auskommen möchte: Effizienz.

Am Dienstagabend machte die SGW aus wenig viel. Im ersten Spielabschnitt traf Güngör Kaya doppelt, aus den einzigen beiden echten Tormöglichkeiten. Auch nach dem Seitenwechsel war der erste ernsthafte Abschluss erfolgreich - Glowacz traf zum zwischenzeitlichen 3:2. Auf den Goalgetter in der Sturmspitze ist Verlass. Kaya steht nun bei zwölf Treffern: "Ich habe die Situationen gerochen und mich richtig positionieren können. So konnte ich meine Tore machen", freute sich der 25-Jährige. Sowohl Mitspieler als auch Trainer hoffen, dass sich - nicht nur bei Kaya - die Effizienz in den folgenden Wochen auszahlt. Denn: "Wenn wir die Torchancen so nutzen, können wir den Kräfteverschleiß auch dementsprechend geringer halten, was uns in der schweren Zeit zu Gute kommen wird", analysierte der 35-jährige Coach.

Am Samstag reist Wattenscheid nach Verl. Der Sportclub ging mit 0:5 in Erndtebrück unter. Von einem leichten Gang will man an der Lohrheide überhaupt nichts wissen. Im Gegenteil: "Verl wird mit viel Wut im Bauch gegen uns auftreten. Wir werden mehr als nur gewarnt sein. Dort gilt es wieder an die Leistungsgrenze heranzukommen. So können wir Schritt für Schritt den Klassenerhalt sichern", erklärte Braun.

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