Nach dem hart erkämpften Sieg über den KFC Uerdingen sprachen wir mit Kai von der Gathen und dem Torschützen Berkay Öz über das Spiel und die kommenden Aufgaben.

Schonnebeck

"Unser Wille hat Uerdingens Qualität besiegt"

Miguel Thomé
29. Februar 2016, 13:12 Uhr
Foto: Tillmann

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Nach dem hart erkämpften Sieg über den KFC Uerdingen sprachen wir mit Kai von der Gathen und dem Torschützen Berkay Öz über das Spiel und die kommenden Aufgaben.

Berkay Öz, Glückwunsch zum Sieg und zum Siegtor. Wie bewerten Sie den Sieg?
[u]Berkay Öz:[/u] Ich bin unglaublich stolz auf die Leistung der Mannschaft und die drei Punkte. Es ist völlig egal, wer von uns das Tor schießt und es ist völlig egal, ob jemand von uns gut oder schlecht spielt, wir unterstützen uns immer gegenseitig.

Was hat gegen so einen starken Gegner den Unterschied ausgemacht?
[u]Öz:[/u] Wir wollten diesen Sieg unbedingt einfahren und haben wirklich bis zum Umfallen gekämpft. Unser Wille hat deren Qualität besiegt.
[u]Kai von der Gathen:[/u] Das war nicht einmal unser bestes Spiel, aber vom Kampf her haben wir über das gesamte Spiel 100 Prozent abgeliefert.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man vor so vielen Zuschauern spielt? Beflügelt das?
[u]Öz:[/u] So eine riesige Kulisse ist natürlich ein Faktor. Das macht einfach richtig Bock vor so vielen Leuten zu spielen und natürlich will man den Zuschauern auch etwas bieten und sie dafür belohnen, dass sie so zahlreich gekommen sind.

Sie haben jetzt nach 19 Spielen 39 Punkte auf dem Konto. Was ist noch möglich in dieser Saison?
[u]von der Gathen:[/u] Auch, wenn das wie eine Floskel klingt, wir denken tatsächlich von Spiel zu Spiel, von denen wir jedes einzelne gewinnen wollen. Bei uns redet keiner von der Regionalliga. Da muss uns unser Trainer auch gar nicht auf dem Boden der Tatsachen halten, das machen wir selbst. Wir sind einfach nur eine geile Truppe, mit der es richtig Bock macht und mit der wir es genießen Fußball zu spielen.

Wie wichtig war es für Sie, dass das Spiel am Schetters Busch stattfand und nicht, wie es gegen Wuppertal der Fall war, am Uhlenkrug?
[u]von der Gathen:[/u] Natürlich enorm wichtig, das zeigt ja bereits der einfache Blick auf die Statistik. Hier zu Hause am Schetters Busch haben wir nicht einen einzigen Punkt abgegeben, das ist eine Festung. Der einzige Punktverlust war das Unentschieden gegen Wuppertal am Uhlenkrug.

Von außen hatte man den Eindruck, dass Sie als Team geschlossener aufgetreten sind als der Gegner. Ist das Ihr großer Vorteil?
[u]Öz:[/u] Man sieht einfach, was für ein Team wir sind. Wenn man sich angeschaut hat, wie wir uns zusammen nach dem Tor gefreut haben, spürt man einfach, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht.
[u]von der Gathen:[/u] Nach dem 1:0 war ich felsenfest davon überzeugt, dass wir dieses Spiel gewinnen werden. Ich habe mir Matthias (Bloch, Anm. d. Red.) neben mir angeguckt, ich habe mir Berkay (Öz, Anm. d. Red.) vor mir angeschaut und ich wusste einfach, dass wir als Sieger vom Platz gehen werden. Von Uerdingen kam dann nicht mehr viel. Dabei ist es auch völlig egal, wer das Tor erzielt. Ich freue mich natürlich wahnsinnig für Berkay, aber ich hätte mich genauso gefreut, wenn ein Spieler getroffen hätte, der eingewechselt worden wäre. Selbst, wenn ein Betreuer das Tor gemacht hätte, hätten wir uns so gefreut.

Ist es einfacher, so eine lange Winterpause ohne Pflichtspiele zu überstehen und die Motivation hochzuhalten, wenn man ein Spiel wie gegen Uerdingen vor Augen hat?
[u]von der Gathen:[/u] Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass das keinen Einfluss gehabt hätte. Auf so ein Spiel freut man sich ganz besonders, vor allem auf so ein echtes Heimspiel. Wenn mir dann ein Uerdinger Spieler vor dem Spiel noch Sprüche drückt, dann motiviert mich das natürlich noch einmal extra.

Was kann man aus so einem Spiel für die kommenden Aufgaben mitnehmen?
[u]von der Gathen:[/u] In der Hinrunde wussten wir am Anfang zunächst noch nicht genau, wo wir stehen, aber nach dem Unentschieden in der Grotenburg am zweiten Spieltag haben wir gemerkt, dass wir mithalten können, das hat uns richtig beflügelt. Das wird mit diesem Sieg jetzt nicht anders sein.
[u]Öz:[/u] Aber wir sind jetzt auf keinen Fall so, dass wir sagen, die anderen Teams sind nur Fallobst. Das machen wir nicht. Wir wissen, was wir wollen, bleiben aber bescheiden. Das nächste Spiel gegen RWO II wird unabhängig von deren Situation genauso ernst genommen wie das gegen den KFC, wir geben immer 100 Prozent. Letztendlich wollen wir einfach nur Fußball zocken, so einfach das klingt.

Am 20. März spielen Sie in Wuppertal. Das scheint ja direkt das nächste Topspiel zu werden...
[u]von der Gathen:[/u] Wir wollen die Spiele bis dahin unbedingt gewinnen, damit es gegen Wuppertal wieder ein echtes Spitzenspiel wird. Darauf freuen wir uns alle. Nach dem Hinspiel und dem ärgerlichen Ausgleich in der 90. Minute haben wir noch eine Rechnung offen mit dem WSV.

Autor: Miguel Thomé

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