Nach dem Abpfiff stürzten sich alle Mann auf den Siegtorschützen, der eine Zeigerumdrehung nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Ballkontakt in der 90. Minute den Derbysieg gegen Wanne-Eickel ermöglichte:

Westfalenliga

Hordeler Heide im Derbyrausch

Felix Kannengießer
29. Februar 2016, 10:37 Uhr
Foto: Heimann

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Nach dem Abpfiff stürzten sich alle Mann auf den Siegtorschützen, der eine Zeigerumdrehung nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Ballkontakt in der 90. Minute den Derbysieg gegen Wanne-Eickel ermöglichte:

Fabio Kontny war an diesem Tag wohl der glücklichste Mensch an der Hordeler Heide. Und auch sein Trainer Marcel Bieschke hatte nur lobende Worte für das Hordeler Eigengewächs übrig: „Das war überragend. Es hat mich wahnsinnig für ihn gefreut - aber auch die ganze Mannschaft ist kämpferisch heute über sich hinaus gewachsen.“

Bieschke überraschte die Gäste zunächst mit seiner Formation: Ganz vorne lief Kapitän Paul Helfer in einem 4-2-3-1-Sysstem auf, Hordel konzentrierte sich erst einmal darauf, sicher zu stehen und den Gegner möglichst nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Das klappte ganz gut, Wanne-Eickel wurde nur einmal mit einem Freistoß gefährlich, den DJK-Torhüter Kevin Kampfschäfer jedoch entschärfte. Doch nach vorne entwickelten die Gastgeber kaum Zugkraft, die einzige kleine Möglichkeit hatte Julian Stöhr.

„Wir haben viel Aufwand betrieben und wollten in der zweiten Hälfte mutiger auftreten“, erzählt Bieschke, der sein Experiment nach dem Seitenwechsel verwarf, Paul Helfer ins Mittelfeld zurückbeorderte und Peter Elbers für die Sturmspitze brachte. Ozan Bektas blieb dafür draußen.

Die neue, offensivere Ausrichtung machte sich schnell bezahlt: Bei einem Vorstoß wurde Keisuke Matsuda im Strafraum von den Beinen geholt, Sherif Krasniqi verwandelte den fälligen Foulelfmeter.

Danach allerdings schaltete Wanne-Eickel einen Gang hoch, Hordel geriet in Bedrängnis. Eine Dragicevic-Flanke lenkte Andreas Büscher schließlich ins eigene Tor - und plötzlich wackelten die Gastgeber bedenklich. Die hart erkämpften Punkte drohten im Sande zu verlaufen. „Wir waren ziemlich durcheinander. Wanne-Eickel hat Oberwasser bekommen. Gut, dass wir uns wieder gefangen haben“, sagt Bieschke. Und wie: Als der Trainer kurz vor Schluss den angeschlagenen Kontny brachte, machte der innerhalb von 60 Sekunden seinen ersten Saisontreffer und damit den Derbysieg klar.

Autor: Felix Kannengießer

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