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Özbek zieht nach seinem Debüt ein gemischtes Fazit

Hendrik Niebuhr
29. Februar 2016, 10:37 Uhr
Foto: firo

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Sein Debüt für den MSV hat sich Baris Özbek etwas anders vorgestellt. Wir sprachen nach dem 0:2 gegen St. Pauli mit dem Mittelfeldspieler.

Baris Özbek, das Debüt haben Sie sich vermutlich auch etwas anders vorgestellt, oder?
Ja, natürlich. Im Großen und Ganzen finde ich, dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben, auch wenn sich das Ergebnis sehr schlecht anhört. Ich fand, dass wir gut angefangen haben. Wir hatten Ballbesitz und das Spiel kontrolliert. Dann kriegen wir in der zweiten Hälfte aus dem Nichts ein Tor rein, so einen dummen Kullerball. Wir haben uns danach trotzdem angestrengt und unsere Position gefunden. Beim 0:2 hatten wir aufgemacht, da haben wir mit zwei Spielern hinten gespielt. Fehler können jedem passieren. Es ist enttäuschend, weil unsere Fans 90 Minuten hinter uns standen. Wir wollten unbedingt diese drei Punkte holen und umso größer ist die Enttäuschung, dass es nicht geklappt hat.

Ist die fehlende Durchschlagskraft das große Manko? Große Torchancen hatte der MSV nicht.
Ja, natürlich. Man muss Tore schießen, um zu gewinnen. Aber Pauli hat das auch gut gemacht. Dass man gegen den Letzten so defensiv spielt, kann ich mir gar nicht vorstellen. Die standen hinten drin mit zwei Ketten. Wir haben es versucht und mit etwas Glück kann auch bei uns so ein Kullerball mal reingehen. Wir sind enttäuscht, aber es geht weiter. Es sind immer noch fünf Punkte und das muss unser Ziel sein. Wir werden Woche für Woche alles versuchen, um da herauszukommen.

Nun kommen zwei Auswärtsspiele. Kann es ein Vorteil sein, dass Sie eventuell keiner mehr auf dem Zettel hat?
Leichter werden die Spiele bestimmt nicht, die jetzt kommen. Wir werden alles versuchen und unsere Fehler jetzt in der Woche analysieren, daraus unsere Schlüsse ziehen und versuchen, sie abzustellen. Wir brauchen einfach mal ein Erfolgserlebnis, einen Sieg und dann kommt das Selbstvertrauen selbst. Das muss man sich erarbeiten.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung?
Das war mein erstes Spiel. Ich hab alles gegeben, ich hab alles versucht, ich hab versucht, das Spiel an mich zu reißen. Ich werde von Spiel zu Spiel stärker, aber fand die Begegnung im Großen und Ganzen schon in Ordnung. In die Zweikämpfe zu gehen, alles raushauen und gute Pässe zu spielen, das gehört zu meinem Spiel.

Autor: Hendrik Niebuhr

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