Der FC Brünninghausen hat das hochklassige Spitzenspiel gegen Tabellennachbar FC Iserlohn dank einer starken zweiten Halbzeit mit 3:2 gewonnen.

Westfalenliga 2

Brünninghausen gewinnt das Spitzenspiel

Tobias Hinne-Schneider
28. Februar 2016, 09:12 Uhr
Foto: Makiela

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Der FC Brünninghausen hat das hochklassige Spitzenspiel gegen Tabellennachbar FC Iserlohn dank einer starken zweiten Halbzeit mit 3:2 gewonnen.

Nach dem Spiel feierten die Spieler des FC Brünninghausen zusammen mit ihrem Trainerstab im Mittelkreis. Mitten drin war Matchwinner [person=6233]Tim Schrade[/person], der zehn Minuten vor dem Schlusspfiff das entscheidende Tor zum 3:2-Erfolg seiner Mannschaft beisteuerte. Die Mannschaft von Alexander Gocke hatte 90 umkämpfte Minuten in den Beinen, in denen der FC Iserlohn zunächst mit 2:0 in Führung gegangen wat. "Die erste Halbzeit war mir zu emotions- und sorglos, so geht man kein Spitzenspiel an", monierte der FCB-Coach, fand aber für die Leistungssteigerung nach der Pause auch lobende Worte: "Nach der Pause konnten die Jungs sehen, was passiert, wenn wir uns an unseren Plan halten. Wir haben uns nach der Pause Chance um Chance rausgespielt und am Ende verdient gewonnen."

Dabei lief der erste Durchgang völlig anders. Iserlohn war zunächst die spielbestimmende Mannschaft, hatte mehr Ballaktionen und wurde durch [person=1734]Lukas Lenz[/person] immer wieder gefährlich. Als [person=14128]Sebastian Kruse[/person] Lenz dann im Strafraum von den Beinen holte gab es folgerichtig Strafstoß für die Hausherren. Brünninghausens Torwart [person=6530]Muhammed Acil[/person] entschied sich für die linke Ecke, aber [person=13003]Raphael Gräßer[/person] brachte den Ball zur 1:0-Führung in der Mitte des Tores unter. In der Folgezeit zog sich Iserlohn ein Stück weiter zurück und überließ den Gästen das Spielgerät – die allerdings wussten nichts damit anzufangen. Kurz vor der Pause legte Lenz dann noch sehenswert nach: [person=11324]Dominik Deppe[/person] flankte von der rechten Außenbahn und eigentlich ein Stück zu hoch für den Iserlohner Stürmer, der setzte trotzdem zum Fallrückzieher an und wuchtete den Ball unhaltbar für Acil in die Maschen. Christian Hampel, Trainer des FCI, hätte im Anschluss lieber auf das Tor seines Kapitäns verzichtet: "Das 2:0, so schön es auch war, war sicherlich Gift für uns. Mit einem solchen Ergebnis in die Pause zu gehen ist immer gefährlich für die Psyche, denn als Führender kannst du nur noch verlieren und der Gegner gewinnen."

Die Aufholjagd der Gäste wurde mit einem Treffer eingeleitet, den der Schiedsrichter zunächst gar nicht anerkennen wollte. [person=6136]Florian Gondrum[/person] schoss einen Freistoß aus 28 Metern ins Tor, der ansonsten gute Schiedsrichter gab Abstoß. "Der war indirekt angezeigt, warum weiß ich auch nicht, aber der [person=7836]Daniel Dreesen[/person] war mit den Fingerspitzen dran und dann zählt das Tor", lieferte Gocke im Anschluss die Erklärung. Denn Linienrichter Frank Drexelius stimmte den Unparteiischen Claas Steenebrügge um, der anschließend den Treffer gab. Der beste Spielzug der Gäste führte wenige Sekunden später dann zum Ausgleich, eine schöne Kombination über die linke Seite nutzte der eingewechselte [person=14108]Kagan Atalay[/person]. Kurze Zeit später nutzte dann Schrade eine weitere Unsicherheit der Iserlohner Hintermannschaft um das Spiel endgültig zu drehen.

Der starke [person=8339]Marcel Stenzel[/person] war glücklich über den Sieg seiner Mannschaft: "Wir haben keine Lösungen gefunden. In der Halbzeit gab es dann eine ganz klare Ansprache vom Trainer, außerdem haben wir auf ein 4-2-3-1-System umgestellt, dannach lief es besser. Wir haben unsere Torchancen genutzt und gezeigt, dass wir solche Spiele immer drehen können." Iserlohns Innenverteidiger [person=24430]Malte Weusthof[/person] suchte Erklärungen für den schwachen zweiten Durchgang: "Wahrscheinlich waren wir uns nach dem 2:0 zu sicher. Wir waren eigentlich so gut drin, haben in den ersten 45 Minuten nichts zugelassen. In zehn Minuten bekommen wir dann drei blöde Tore und geben das Spiel noch aus der Hand."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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