Gegen das Regionalliga-Schlusslicht FC Wegberg-Beeck mühte sich die SSVg Velbert vor nur 240 Zuschauern zu einem 2:1 (2:0)-Heimsieg.

RL West

Velbert zittert sich zum Sieg gegen Wegberg

27. Februar 2016, 17:56 Uhr
Foto: Tillmann

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Gegen das Regionalliga-Schlusslicht FC Wegberg-Beeck mühte sich die SSVg Velbert vor nur 240 Zuschauern zu einem 2:1 (2:0)-Heimsieg.

Dabei hätte das Spiel aus Velberter Sicht kaum besser beginnen können. Bereits nach wenigen Sekunden drückte [person=5476]Kevin Hagemann[/person] den Ball nach einem verunglückten Schuss von [person=10077]Philipp Schmidt [/person]aus kürzester Distanz über die Linie und nur acht Zeigerumdrehungen später schob er das Leder nach starkem Zuspiel von [person=2156]Hüzeyfe Dogan [/person]durch die Hosenträger von Wegberg-Keeper [person=2189]Patrick Nettekoven [/person]zum 2:0 ins Netz.

"Eigentlich hatten wir uns viel vorgenommen. Dann kommen wir aus der Kabine und dann ist es mir unerklärlich, wieso die Mannschaft diese Defizite einfach nicht abstellen kann. Wir geraten immer früh in Rückstand", beklagte Wegbergs Trainer Friedel Henßen nach dem Spiel die Einstellung seines Teams, "Nach den ersten zehn Minuten ist das 2:0 dann absolut gerecht. Aber mit der kompletten ersten Hälfte bin ich unzufrieden und wir müssen uns bei Patrick (Nettekoven, d. Red.) bedanken, dass es nicht 4:0 steht."

Direkt nach der Pause lief es dann beinahe komplett umgekehrt. Der zur Halbzeit gekommene [person=3805]Dominik Bischoff [/person]profitierte von einem nicht entschieden genug geklärten Ball der Velberter Defensive und schob aus zehn Metern überlegt ein (48.). Kurz darauf wäre dann sogar fast der Ausgleich gefallen, doch [person=21792]Enzo Wirtz[/person] Schuss aus 16 Metern strich knapp am Velberter Tor vorbei. "In der Kabine hat die Mannschaft dann mithilfe einiger deutlicher, lauter Worte anscheinend gemerkt, dass sie aggressiver auftreten muss", kommentiert Henßen den Leistungsschub nach der Pause und sein Gegenüber Andre Pawlak glaubte: "Die zweite Hälfte hat mir gar nicht gefallen. Einige haben in der Pause vielleicht schon geglaubt, dass das Spiel durch ist. Aber so lernen wir daraus, insbesondere für die Spiele gegen Essen und Gladbach II, wo das Spiel von Anfang an eng sein wird."

Fast hätte sich der lasche Auftritt der Velberter in der Nachspielzeit noch gerächt. Nachdem [person=3921]Jeffrey Tumanan [/person]mit einem verschossenen Foulelfmeter noch die Chance auf die Vorentscheidung vergeben hatte (59.), zappelte der Ball tatsächlich noch einmal im Velberter Tornetz, doch der Schiedsrichter pfiff Stürmer [person=25849]Sahin Dagistan[/person] aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition zurück, was Henßen dazu veranlasste das Spiel nicht als Niederlage zu betrachten: "Wir machen für uns ein 2:2 daraus, auch um positiver in die nächsten Auswärtsspiele zu gehen." Auch Pawlak fand einen versöhnlichen Abschluss mit den hart erarbeiteten drei Punkten: "Es war der erwartet schwere Pflichtsieg und 30 Punkte sind überragend. Darüber freue ich mich sehr."

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