Der sensationelle Oberliga-Aufsteiger SpVg Schonnebeck empfängt am Sonntag (15 Uhr, Schetters Busch) den KFC Uerdingen und will einmal mehr über sich hinauswachsen.

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Schonnebeck will über sich hinauswachsen

Andreas Neuhaus
27. Februar 2016, 12:33 Uhr
Foto: Tillmann

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Der sensationelle Oberliga-Aufsteiger SpVg Schonnebeck empfängt am Sonntag (15 Uhr, Schetters Busch) den KFC Uerdingen und will einmal mehr über sich hinauswachsen.

Zwölf Jahre ist es her, dass die SpVg Schonnebeck in der Kreisliga A kickte. KFC Uerdingen, in den 1980er Jahren DFB-Pokalsieger und Europapokalsieger, spielte da immerhin noch in der Regionalliga. Jetzt treffen beide Teams in der Oberliga aufeinander - zum Spitzenspiel. "Da treffen zwei Welten aufeinander", beschreibt Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies die Ausgangslage.

Für Schonnebeck ist es das bislang größte Spiel der Vereinsgeschichte. Zunächst kämpfte der Verein darum, dass das Spiel am heimischen Schetters Busch ausgetragen werden konnte (der Zugang ist deshalb nur über die Friedhofstraße möglich). Nachdem das Sicherheitskonzept akzeptiert wurde, geht es mit viel ehrenamtlichem Engagement darum, dieses umzusetzen - Herzblut statt Profitum.

Doch am Sonntag zählt für 90 Minuten nicht die Historie, die Vereinsstrukturen oder das Geld, sondern die Leistung auf dem Platz. Und die waren in der Hinrunde bei der SVS besser: Der Aufsteiger steht einen Punkt vor Uerdingen auf Platz zwei. Um diesen zu verteidigen, hat Tönnies einen klaren Plan: "Wir müssen schon emotional und aggressiv auftreten, um Uerdingen den Schneid abzukaufen. Wenn wir es nur übers Fußballerische versuchen, haben wir keine Chance." Gerade über Standardsituationen rechnet sich die SVS viel aus.

Zudem soll Uerdingen tief in der eigenen Hälfte gestört werden. Etwaige Risiken, Uerdingens Rechtsaußen Silvio Pagano dadurch den nötigen Raum zu schaffen, um seine Schnelligkeit auszuspielen, nimmt Tönnies in Kauf: "Aber ich glaube, dass wir mit Matthias Bloch tempomäßig mithalten können." Bloch wird wie etliche Schonnebecker über sich hinauswachsen müssen.

Autor: Andreas Neuhaus

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