Nach einer unterirdischen Leistung scheidet Schalke verdient aus der Europa League aus.

Schalke-Noten

Unterirdische Leistung von Königsblau

25. Februar 2016, 21:16 Uhr
Foto: firo

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Nach einer unterirdischen Leistung scheidet Schalke verdient aus der Europa League aus.

Ralf Fährmann (4): Er sollte die Null halten, dass dies nicht gelang, lag allein an seinen Vorderleuten, von denen er dreimal (!) übel im Stich gelassen wurde.

Junior Caicara (5): Der Brasilianer machte auf der rechten Außenbahn viele Meter, wurde von seinen Mitspielern aber oftmals übersehen. Sowohl in der Vorwärts- als auch in der Rückwärtsbewegung im Vergleich zu vielen Teamkollegen fast noch ein Lichtblick.

Joel Matip (5-): Er trug die Hauptschuld beim 0:2, das er mit einem falsch getimten Kopfball auflegte. Danach war er völlig von der Rolle, wie sein böser Querschläger ins Seitenaus (70.) zeigte. Zwischenzeitlich mit dynamischen Vorstößen, aber auch diese blieben ohne Ertrag.

Roman Neustädter (5-): War beim 0:1 mit in der Verlosung. Darüber hinaus zu fahrig und bieder, um den Laden in der Abwehr zusammenzuhalten. Hätte derjenige sein müssen, an dem sich die Nebenleute hochziehen können, dafür war es am Donnerstag aber viel zu wenig. Beim 0:3 wieder den entscheidenden Schritt zu spät.

Sead Kolasinac (5-): Den Willen konnte man ihm nicht absprechen, vor allem in der Offensive hatte er aber zu viele Unzulänglichkeiten in seinem Spiel. Wenn er mal genügend Platz zum Flanken hatte, führte er diese Versuche ungenügend aus.

Leon Goretzka (5): Hatte es trotz Wadenproblemen noch in die Startelf geschafft, um jetzt wohl noch länger pausieren zu müssen, weil er mit Verdacht auf Schultereckgelenkssprengung runter musste (43.). Davor stand er auch reichlich neben seinen Schuhen.

Johannes Geis (5): Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn sein 20-Meter-Freistoß nicht an den Innenpfosten, sondern reingegangen wäre (3.). Alle Konjunktive nützen nichts, denn danach kam zu wenig. Der Zug zum gegnerischen Tor, der ihn in Mainzer Zeiten auszeichnete, scheint ihm völlig abhanden gekommen zu sein. Aber auch in der Defensivzentrale mittlerweile höchstens mittelmäßig.

Leroy Sané (4-): Wenn, dann strahlte er noch die größte Gefahr aus. Auf der anderen Seite ging es nach seinem Ballverlust und dem folgenden 0:1 bergab. Er durchschreitet ein Tal - und ist auch ein Spieler, der nur dann glänzt, wenn es leicht ist.

Younes Belhanda (5-): Was für ein furchtbarer Geburtstag. Konnte nicht ansatzweise in der Spielmacherrolle überzeugen, weil er viel zu viele Fehler produzierte. Pässe kamen zu kurz, die Abstimmung mit den Mitspielern stimmte höchst selten.

Alessandro Schöpf (5): Dass auch er mit unterging, kann nicht überraschen. An seiner Stelle hätte Breitenreiter aber auch jeden anderen Spieler vom Feld nehmen können.

Klaas-Jan Huntelaar (5-): Der nächste, der sich in die lange Liste der Totalausfälle einreihte. Im Nachhinein scheint es absdurd, dass vor dem Spiel viel über einen möglichen 50. Europapokal-Treffer geschrieben wurde. War davon Lichtjahre entfernt.

Franco Di Santo (5): Kam kurz vor der Pause und hatte die große Möglichkeit zum Ausgleich, geriet bei seinem Kopfballversuch aus kurzer Distanz aber in Rücklage (60.). Ihm ist das Ausscheiden aber mit am wenigsten anzulasten.

Dennis Aogo (5-): Kam in der Pause für Kolasinac, fiel in Sachen Ausstrahlung aber noch hinter diesen zurück. Gefahr brachten die Hereingaben des Rekonvaleszenten nicht.

Sidney Sam (6): Für ihn blieb nur noch Häme. Egal ob bei seinem hoffnungslos verunglückten Abschluss (82.), bösen Fehlpass (87.) oder dem Versuch, einen Elfmeter zu schinden (90.).

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