Das Wortspiel liegt auf der Hand. Holland bringt den MSV Duisburg in Not.

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Özbek ist endlich eine Option für die Startelf

Dirk Retzlaff
25. Februar 2016, 09:37 Uhr
Foto: firo

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Das Wortspiel liegt auf der Hand. Holland bringt den MSV Duisburg in Not.

Der Australier James Holland fehlt dem abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten am Sonntag im Heimspiel gegen den FC St. Pauli, da er seine Rotsperre aus dem Fürth-Spiel abbrummen muss. Es ist seine zweite Sperre im vierten Spiel im Jahr 2016. Einmal mehr muss Trainer Ilia Gruev sein defensives Mittelfeld neu ausrichten.

Holland verbüßt bereits seine dritte Sperre in der laufenden Saison. Mit zehn Gelben Karten ist der 26-Jährige auf dem besten Weg, die Marke von „Kult-Sünder“ Tomasz Hajto aus der Saison 1998/99 zu überbieten. De Pole kassierte damals 16 Gelbe Karten. Noch zwei Karten fehlen dem Abräumer, um mit seinem Kapitän Branimir Bajic, der im Spieljahr 2013/14 zwölf Gelbe Karten erhielt, gleichzuziehen. Enis Hajri kam in der vergangenen Spielzeit auf elf Verwarnungen.

Für Gruev ist der erneute Ausfall Hollands sehr ärgerlich. Zum einen, weil er seine Mannschaft erneut umbauen muss. Zum anderen, weil Holland nach Einschätzung des Trainers wichtig für die Mannschaft ist. Vor einer Woche hatte sich Gruev gefreut, dass der 26-Jährige nach abgesessener Gelbsperre im Team zurück war. „Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, er ordnet und sortiert seine Mitspieler gut auf dem Platz.
Hajri meldete sich am Dienstag nach monatelanger Verletzungspause im Mannschaftstraining zurück, er ist für das Pauli-Spiel allerdings auf seiner angestammten Sechser-Position noch keine Option. Der Wettkampf kommt für ihn zu früh.

Sollte Trainer Ilia Gruev gegen die Kiezkicker an der Doppelsechs festhalten wollen, hat er nur zwei ernsthafte Optionen für den Partner an der Seite von Tim Albutat. Die eine ist Steffen Bohl. Doch mit der Entscheidung, den Vizekapitän aus der Innenverteidigung herauszunehmen, erlitt Gruev unlängst in Bielefeld bereits Schiffbruch.

Fitnessrückstand aufgeholt

Bliebe Option zwei: Neuzugang Baris Özbek. Beim Dienstantritt an der Westender Straße hatte der Deutsch-Türke zehn bis 14 Tage anvisiert, um seinen Fitnessrückstand aufzuholen. Diese Zeit ist abgelaufen, demnach müsste der 29-Jährige nun bereit für sein Debüt sein. Özbeks letzter 90-minütiger Pflichtspiel-Einsatz beim türkischen Erstligisten Kayserispor datiert vom 22. August, aber zumindest konnte er am Dienstag im Test gegen die U 23 etwas an seiner fehlenden Matchfitness arbeiten. Und auch der Trainer erklärte: „Er sieht deutlich frischer aus.“

Für Gruev gibt es noch Option drei: Er lässt am Sonntag nur mit einem Sechser spielen und entscheidet sich für eine zweite Sturmspitze neben Tomané. Dann könnten sich Kingsley Onuegbu und Stanislav Iljutcenko Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation machen. Immerhin: Beim internen Test gegen die eigene U23-Mannschaft unter der Woche, steuerte der 29-jährige Angreifer beim 6:1-Sieg zwei Treffer bei. Noch zuletzt war Gruev von dem Nigerianer enttäuscht. Nachdem Onuegbu in der Vorbereitung zunächst wieder angegriffen hatte, fehlte er verletzt. „Danach fehlte mir die Frische, die ich mir im Training wünsche“, sagte der Trainer. Vielleicht hat der „King“ den Hinweis ja verstanden und zuletzt wieder ein wenig aufgedreht.

Autor: Dirk Retzlaff

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