Wattenscheid 09

Güngör Kayas Erfolgsrezept ist seine Frau

Krystian Wozniak
25. Februar 2016, 12:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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"Läuft bei mir", kurz und knapp beschreibt Wattenscheids Güngör Kaya seine aktuelle sportliche Situation.

Das kann der 25-Jährige auch durchaus behaupten. Zehn Tore erzielte Kaya bereits für die SG Wattenscheid 09 in der laufenden Saison und war erst am Dienstagabend der viel umjubelte Matchwinner im Westfalenpokal-Viertelfinale beim 2:1-Sieg gegen den SC Hassel. Trainer Farat Toku hatte seine Leistungsträger geschont und als es schien brenzelig zu werden, hat er Kaya gebracht. "Günni" kam, traf und Wattenscheid siegte. "Es macht einfach großen Spaß unter diesem Trainer und in der Mannschaft zu spielen. Wir sind ein echtes Team, wie man es sich nur im Bilderbuch vorstellen kann", betont der Torjäger.

Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Kayas Karriere am Scheideweg stand. Nach seiner Wett-Affäre bei Rot-Weiss Essen, dem folgenden Türkei-Intermezzo und den unglücklichen Stationen beim KFC Uerdingen sowie das erste Jahr in Wattenscheid war Kaya sich gar nicht mehr so sicher, ob er noch einmal den Sprung nach ganz oben schaffen würde. "Wenn es nicht läuft, dann denkt man viel nach und hinterfragt sich auch selbst. Ich hatte in dieser Zeit nur ganz wenige Befürworter. Da ist es ganz schwer. Mit Farat Tokus Kommen hat sich alles geändert. Er vertraut mir und weiß, wie wertvoll ich sein kann. Auch wenn es mal nicht so läuft, lässt er mich nicht fallen und redet mich stark. Ich bin ein Spielertyp, der das benötigt. Ich bin zur Zeit einfach nur glücklich - sportlich und privat", sagt Kaya mit einem Augenzwinkern.

Seit dem vergangenen Sommer ist der gebürtige Gelsenkirchener nämlich mit einer Dame namens Emine Güngör liiert. Diese Frau scheint "Günni" zu beflügeln. "Wir sind Menschen und sehnen uns nach Glück. Mit Emine bin ich glücklich. Sie hat auch einen Teil dazu beigetragen, dass es bei mir wieder so gut läuft", freut sich Kaya und fügt scherzhaft hinzu: "Wenn wir mal heiraten, dann nehme ich ihren Namen an: Güngör Güngör. Hört sich doch stark an, oder?"

Der ehemalige Essener Rot-Weisse ist einfach aktuell einfach nur gut drauf und freut sich auf seinen Premieren-Auftritt im Stadion Essen: "Gegen RWE zu spielen, ist immer geil. Der Verein gehört nicht dahin, wo die Mannschaft aktuell steht. Aber das ist nicht unser Problem. Ich will wie immer meinem Team helfen." Am liebsten mit einem Tor. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Denn Glücksbringer Emine Güngör wird auch auf der Tribüne sitzen.

Autor: Krystian Wozniak

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