Für den ehemaligen Schalker Christian Erwig haben sich die Priotitäten verschoben. In doppelter Hinsicht.

Stadtlohn

Erwigs Prioritäten verschieben sich

26. Februar 2016, 09:37 Uhr
Foto: Ketzer

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Für den ehemaligen Schalker Christian Erwig haben sich die Priotitäten verschoben. In doppelter Hinsicht.

Zur Winterpause verließ der Torjäger den ambitionierten TSV Marl-Hüls, mit dem er aus der Westfalen- in die Oberliga aufgestiegen war. „Ich hatte gute zweieinhalb Jahre dort und wir haben uns im Frieden getrennt“, sagt der 33-Jährige rückblickend. Der Stürmer ist beim SuS Stadtlohn untergekommen. Dort ist zunächst einmal alles anders.

In erster Linie – das hat sich Erwig vorgenommen – soll sein Job bei der Polizei nun im Vordergrund stehen. Der Fußball wird fortan „nur“ noch Hobby sein. Trotz des Umdenkens und der klaren Kommunikation bei seinem neuen Klub nahm ihn Trainer Daniel Sekic mit Kusshand. „Ich habe klar gesagt, dass ich auch mal eine Einheit ausfallen lassen muss“, war Erwig gleich offen zu seinen neuen Kollegen.

Der abstiegsbedrohte SuS ging den Deal ein. Erwig war der letzte Mosaikstein, den es noch brauchte, um der Mannschaft für den Kampf um den Klassenerhalt ein neues, frischeres Gesicht zu geben. Und für die Sekic-Elf ist Erwig ein absoluter Gewinn. Leistungsmäßig traut er sich die Oberliga locker zu. „Der Job war ja nicht der einzige Grund, dass ich in Hüls gegangen bin“, sagt der ehemalige Schalker und führt aus: „Dort wird nun eine andere Strategie gefahren, bei der vermehrt auf junge Spieler gesetzt wird. Das kann ich nachvollziehen.“

Für ihn selbst ist der Vereinswechsel aber eine deutliche Erleichterung seines Alltags. 40 Kilometer spart er sich pro Trainingseinheit im Vergleich zum TSV. Schließlich wohnt er in Reken. Außerdem kennt er den Verein noch aus alten Tagen. Vor 13 Jahren spielte Erwig schon einmal beim SuS: „Ich weiß, dass da vernünftige Charaktere am Werk sind.“

Abstiegskampf und Job statt Kampf um die Spitzenplätze und einen zweiten Vollzeit-Job. Für den 32-Jährigen haben sich die Prioritäten in der Winterpause schlagartig verändert. Der Torjäger baut sich daran auf: „Es fühlt sich gut an.“

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