Zwei Jahre schnürte Adrian Schneider seine Schuhe für Rot-Weiss Essen. Am Freitagabend kehrt er mit der SG Wattenscheid an seine alte Wirkungsstätte zurück.

RWE - SGW

Vorjahres-Debakel interessiert Schneider nicht

Hendrik Niebuhr
25. Februar 2016, 09:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Zwei Jahre schnürte Adrian Schneider seine Schuhe für Rot-Weiss Essen. Am Freitagabend kehrt er mit der SG Wattenscheid an seine alte Wirkungsstätte zurück.

15 Spiele absolvierte der Innenverteidiger in der NRW-Liga und Regionalliga für die Essener, mehr wurden es vor allem nicht, weil der heute 24-Jährige durch verschiedene Verletzungen zurückgeworfen wurde. Über die weiteren Stationen TuS Ennepetal, FC Kray und DJK TuS Hordel landete Schneider schließlich im Sommer 2014 bei den Wattenscheidern, wo er seitdem aus der Startelf nicht mehr wegzudenken ist. In dieser Saison verpasste der gebürtige Pole noch keine einzige Minute in der Liga. Dabei zeigt der 1,89 Meter große Innenverteidiger seine Qualität nicht nur in der Defensive, sondern präsentiert sich in dieser Saison auch äußerst torgefährlich: Schon vier Treffer gelangen Schneider, darunter auch eines beim 3:0 im Hinspiel gegen Essen.

Als Tabellenfünfter geht die SGW beim abstiegsbedrohten RWE auf dem Papier als Favorit in die Partie - vor der Saison wäre diese Ausgangslage vermutlich exakt umgekehrt erwarten worden. Doch die Essener trennt nur noch eine Position von einem Abstiegsplatz. Auch Schneider verfolgt die Ergebnisse seines Ex-Klubs durchaus: "Das interessiert mich schon. Man liest ja auch viel und redet mit vielen Leuten. Ich kenne von damals zwar nur noch Kevin Grund und mit Peter Sommer einen Betreuer. Man verfolgt das also schon und kriegt die Ergebnisse ja auch mit", erzählte Schneider am Rande des Westfalenpokal-Viertelfinals am Dienstagabend gegen den SC Hassel, bei dem der Innenverteidiger aufgrund von Adduktorenproblemen auf dem Kunstrasenplatz geschont wurde.

Die letzte Reise nach Essen endete für die SGW allerdings verdammt bitter. Im Oktober 2014 kassierte Wattenscheid eine üble 0:6-Klatsche. RWE hatte damals zum Familientag eingeladen, knapp 15.000 Zuschauer fanden den Weg an die Hafenstraße. Auch wenn sich Schneider noch gut an die Partie erinnern kann, spielt die herbe Klatsche bei ihm und seinen Kollegen angeblich keine Rolle mehr: "Das haben wir nicht mehr im Hinterkopf. Wir sind jetzt eine komplett andere Mannschaft mit einem anderen Trainer. Seitdem wir das Hinspiel mit 3:0 gewonnen haben, hat sich das erledigt." Um den Anschluss an die erweiterte Tabellenspitze zu wahren, soll es aber auch am Freitagabend erneut mit einem Sieg klappen: "Wir fahren nach Essen, um dort zu gewinnen", kündigt Schneider selbstbewusst an.

Autor: Hendrik Niebuhr

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