TSG Sprockhövel

Trainer Balaika freut sich für Bukowski

Heiner Wilms
22. Februar 2016, 20:34 Uhr
Foto: FUNKE Foto-Service

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Der Start in die Rückrunde war holprig. Sprockhövels Trainer Andrius Balaika glaubt aber nicht, dass man die Partie gegen Gütersloh mit den letzten Spielen der Hinrunde vergleichen kann

Das ist also gerade noch einmal halbwegs gutgegangen. Gewissermaßen mit dem letzten Angriff sicherte sich Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel im Heimspiel gegen den FC Gütersloh zumindest noch einen Punkt. Wir sprachen mit Trainer Andrius Balaika.

Das Tor ist ja wirklich spät gefallen. Haben sie noch daran geglaubt?

Andrius Balaika: Geglaubt würde ich nicht sagen. Aber darauf gehofft habe ich schon. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles nach vorne geworfen. Und dass dann [person=28298]Simon Bukowski[/person] das Tor erzielt hat, war natürlich auch schön. Er gibt immer alles.

Die Niederlage konnte also noch einmal abgewendet werden, aber die TSG ist jetzt seit vier Spielen ohne Sieg.

Ich weiß nicht, ob man das Spiel gegen Gütersloh mit den letzten drei Spielen aus der Hinrunde vergleichen kann. Wir hatten ja am Sonntag auch unsere Chancen, doch das Gegentor vor der Halbzeit war natürlich extrem bitter.

In der Hinrunde hat Ihre Mannschaft, abgesehen einmal vom Auftaktspiel, lange Zeit alles in Grund und Boden gespielt. Das ist jetzt nicht mehr so. Hat Ihre Mannschaft anfangs davon profitiert, dass sie unterschätzt worden ist?

Das kann schon sein. Wir galten ja als Abstiegskandidat Nummer eins. Und inzwischen spielen unsere Gegner auch anders gegen uns. Sie zwingen uns zum Beispiel öfter dazu, mehr mit langen Bällen zu operieren. Doch das sollte eigentlich auch kein größeres Problem für uns sein. Wir müssen für jedes Problem eine Lösung finden, aber das ist uns am Sonntag leider nur bedingt gelungen. Wir hatten diesmal aber auch einige Ausfälle. Damit meine ich jetzt Spieler, die in der Startelf standen, die aber nicht ihren besten Tag hatten. Wenn das bei einem Spieler so ist, dann ist das kein Problem. Dann kann ihn die Mannschaft irgendwie durchziehen. Aber wenn das bei mehreren Spielern der Fall ist, dann kann man das nicht kompensieren. Außerdem haben wir im Spiel gegen Gütersloh so gut wie keinen zweiten Ball gewonnen. Ich kann mich überhaupt nicht daran erinnern, dass das schon einmal passiert ist.

Auffällig ist, dass fast alle Topmannschaften in der Oberliga nicht regelmäßig punkten. Die TSG war da in der Hinrunde noch die absolute Ausnahme. Jetzt scheint in fast jedem Spiel alles möglich zu sein. Ist die Liga wirklich so ausgeglichen?

Es sieht so aus. Auf jeden Fall ist es spannend, weil man ja vorher wirklich nie weiß, wie ein Spiel denn nun ausgeht.

In der Oberliga-Tabelle steht die TSG schon seit langer Zeit auf Platz eins. Aber wo steht sie zurzeit leistungsmäßig?

Ich denke schon, dass die Mannschaften, die im Augenblick ganz oben stehen, auch zu Recht da oben stehen.

Die Anzahl der absolvierten Spiele ist völlig unterschiedlich. Muss man auch noch die Sportfreunde Siegen mit vier Spielen weniger auf dem Zettel haben?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Siegen, wenn es in den Mittwoch-Samstag-Rhythmus geht, jedes Spiel gewinnt.

Autor: Heiner Wilms

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