In 90 umkämpften Fußball-Minuten geht es auf dem Rasen manchmal um weitaus mehr, als nur um drei Punkte.

Düsseldorf

Fortuna mit neuem Selbstvertrauen gegen Nürnberg

Marcus Gülck
21. Februar 2016, 14:00 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

In 90 umkämpften Fußball-Minuten geht es auf dem Rasen manchmal um weitaus mehr, als nur um drei Punkte.

Das beste Beispiel lieferte vor knapp einer Woche die Fortuna. Natürlich durfte der auch nach seinem 2:1-Sieg in Freiburg weiterhin abstiegsgefährdete Fußball-Zweitligist für seinen Überraschungscoup beim Tabellenzweiten „nur“ drei Zähler für sich verbuchen. Doch der erst zweite Auswärtssieg in dieser Saison (in elf Partien) könnte sich in der Rückblende am Saisonende als noch weitaus wertvoller für die Landeshauptstädter erweisen. Mehr noch als die dringend benötigten Zähler im Abstiegskampf wiegt das Selbstvertrauen, das die Mannschaft des neuen Cheftrainers Marco Kurz mit auf die knapp 500 Kilometer lange Heimfahrt nehmen konnte.

„Wir haben uns mit dem Sieg in Freiburg ein Gefühl erarbeitet, das ein anderes sein wird, als noch vor der Partie“, umreißt Kurz die Gemütslage. Ob sich die Partie vom vergangenen Sonntag letztendlich als Wendepunkt in einer für die Fortuna bis dahin rundum enttäuschenden Saison erweisen wird? Eine erste Antwort auf diese Frage können die Düsseldorfer bereits am Montagabend (20.15 Uhr/live in unserem Ticker) liefern, wenn sie in der Stockumer Arena mit dem 1. FC Nürnberg das Team der Stunde im Unterhaus empfangen.

Nach anfänglichen Startproblemen in die Saison untermauern die inzwischen seit elf Partien ungeschlagenen Franken derzeit, dass sie im Aufstiegskampf noch ein gehöriges Wort mitreden wollen. Unabhängig vom Ausgang der Partie dürfte die Fortuna somit den derzeit härtesten Gradmesser erwischt haben, um zu zeigen, dass die Leistung im Breisgau keine Eintagsfliege war, sondern Ausgangsbasis einer lange Zeit herbeigesehnten Entwicklung in die richtige Richtung.

Wie trügerisch schließlich so ein „neues“ Gefühl sein kann, mussten die Rot-Weißen bereits in der Hinrunde schmerzlich erfahren. Als nach einem schleppenden Saisonstart bereits viele Enthusiasten Fortunas Sturmlauf am 7. Spieltag beim 1:1 in Bochum, das gefühlt einem 5:1-Kantersieg gleichkam, als möglichen Wendepunkt ausgemacht hatten, wurden sie in den folgenden Partien auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Einem 1:1 in Karlsruhe folgte spätestens mit der 0:1-Heimschlappe gegen Sandhausen die Ernüchterung.

Debakel im DFB-Pokal
Nun also folgt gegen Nürnberg der nächste Anlauf. Mit einer couragierten Leistung soll die Nachhaltigkeit des Auftritts in Freiburg unterstrichen werden. Es wäre allerdings nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Nürnberger die ehrgeizigen Pläne der Düsseldorfer durchkreuzen. Ende Oktober demontierten die Franken die Fortuna in der 2. DFB-Pokalrunde mit 5:1. Bereits nach 43 Minuten lagen die Gäste mit 0:4 im Hintertreffen und zeigten sich letztendlich „erschrocken“ über ihren Auftritt. Nicht umsonst mahnt Fortuna-Trainer Marco Kurz, dessen Profikarriere in Nürnberg einst ihren Anfang nahm: „Es kann auch schnell wieder in die andere Richtung gehen!“

Autor: Marcus Gülck

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren