Rot-Weiß Oberhausen ist noch nicht im Jahr 2016 angekommen. Nach der Niederlage in Aachen stehen die Kleeblätter gegen Schalke II (Samstag, 14 Uhr) unter Zugzwang.

RWO

Zimmermann fordert das Ende der Torflaute

Martin Herms
19. Februar 2016, 13:00 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Rot-Weiß Oberhausen ist noch nicht im Jahr 2016 angekommen. Nach der Niederlage in Aachen stehen die Kleeblätter gegen Schalke II (Samstag, 14 Uhr) unter Zugzwang.

Ein Punkt aus den beiden Auftaktpartien gegen Ahlen (0:0) und in Aachen (0:1), dazu der Abgang von Torjäger David Jansen und die Sechs-Spiele-Sperre von Patrick Bauder: Den Start in das neue Jahr haben sich die Oberhausener gewiss anders vorgestellt. Jahresübergreifend konnte RWO die letzten fünf Spiele nicht gewinnen und hat die Spitze somit vorerst aus den Augen verloren.

Ein Grund dafür ist die eklatante Abschlussschwäche. Sowohl gegen Ahlen als auch am Tivoli war die Elf von Trainer Andreas Zimmermann über weite Strecken spielbestimmend. Vor allem die zweite Hälfte in Aachen erinnerte wieder an deutlich erfolgreichere Zeiten. Es fehlte jedoch einzig und allein das Tor. Zwei Mal verhinderte das Aluminium ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. "Wir haben richtig guten Fußball gespielt, deshalb kann ich der Truppe auch keinen Vorwurf machen", betont Zimmermann, der dennoch mehr Entschlossenheit vor dem gegnerischen Gehäuse fordert: "Wir müssen es in manchen Situationen einfach erzwingen. Manchmal hat die Genauigkeit gefehlt. Das muss sich schleunigst ändern, daran haben wir auch intensiv im Training gearbeitet."

Das Fehlen von [person=3539]Patrick Bauder[/person] dürfte es weiter erschweren, den Abwärtstrend zu stoppen. Der Spielmacher bildete in den vergangenen zweieinhalb Jahren mit dem abgewanderten Jansen ein kongeniales Duo, das für einen Großteil der RWO-Treffer verantwortlich war. Durch seine zweite Rote Karte in dieser Saison hat er seinem Team jedoch einen Bärendienst erwiesen und wird in den nächsten sechs Pflichtspielen zuschauen müssen. Auf einen Einspruch hat der Verein bewusst verzichtet, zumal die Erfolgsaussichten auf eine Reduzierung der Sperre äußerst niedrig gewesen wären. "Wir müssen es so akzeptieren", sagt Zimmermann. "Es ist seine zweite Rote Karte aufgrund einer Tätlichkeit. Mit dem Urteil war also zu rechnen. Er hat sich bei mir entschuldigt und ich bin auch nicht nachtragend. Nach dem Ablauf der Sperre kann er sich wieder zeigen."

Gegen die abstiegsbedrohte Schalker Reserve muss RWO nun ein Mittel ohne Bauder finden. Immerhin stehen alle anderen Spieler zur Verfügung. Zimmermann erwartet einen Gegner, der deutlich stärker ist, als es der derzeitige Tabellenstand vermuten lässt. "Schalke hat schon durch das 2:2 in Gladbach ein Zeichen gesetzt. Zudem dürfte Jürgen Luginger gegen RWO immer besonders motiviert sein. Das wird eine ganz harte Aufgabe. Ein frühes Tor würde uns natürlich sehr helfen."

Autor: Martin Herms

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