Mittwoch war an der Castroper Straße trainingsfrei. Auch für Thomas Eisfeld die Möglichkeit, nach dem schweren Auftaktprogramm (Freiburg, München, Nürnberg) einmal durch zu schnaufen.

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Eisfeld nach harter Vorbereitung wieder auf Kurs

18. Februar 2016, 17:07 Uhr
Foto: firo

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Mittwoch war an der Castroper Straße trainingsfrei. Auch für Thomas Eisfeld die Möglichkeit, nach dem schweren Auftaktprogramm (Freiburg, München, Nürnberg) einmal durch zu schnaufen.

Eisfeld: „Mit ein wenig Abstand vom Spiel weiß ich immer noch nicht so richtig, ob ich mich ärgern oder freuen soll.“ Unmittelbar nach dem Spiel überwog der Ärger, aber wenn ich auf die Tabelle schaue und sehe, dass noch etwas geht, dann bin ich hocherfreut über die Art und Weise, wie wir momentan Fußball spielen. Wir sind nach wie vor dabei und schauen, was noch geht.“

Zweimal war Thomas Eisfeld dabei, Bochumer Fußballgeschichte zu schreiben. Unmittelbar nach dem Nürnberger Ausgleich vergab er die Riesenchance zur erneuten Führung. Eisfeld: „Das war eine schwierige Situation. Statt den Ball einfach mit der Pike zu nehmen, habe ich ihn erst angenommen und schon stürzten sich drei Abwehrspieler auf mich. Hinterher ist man immer schlauer.“ Als er den Ball dann in der 90. Minute doch noch über die Linie stocherte, war die Fahne des Linienrichters oben – Abseits.

Eisfeld ist endlich wieder in Bochum angekommen. Nachdem er in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit von Fulham nach Bochum ausgeliehen war, schaffte es Christian Hochstätter, den offensiven Mittelfeldspieler ohne Ablösesumme von den Engländern loszueisen. Finanziell erfolgreich, hatte dies aber den Nachteil, dass der Spieler quasi ohne Sommervorbereitung nach Bochum kam. So war es logisch, dass er sich unter Gert-Jan Verbeek erst nach und nach in Szene setzen konnte. Umso glücklicher ist der ehemalige U-20-Nationalspieler, dass er diesmal in der Vorbereitung kein einziges Training versäumte: „Das waren gute Wochen. Ich bin körperlich viel weiter als im Sommer, und die regelmäßigen Testspiele haben mir die nötige Spielpraxis verschafft.“

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Man sieht es Thomas Eisfeld an, dass er sich in Bochum pudelwohl fühlt: „Mir war schon nach zwei Wochen klar, dass ich beim VfL nicht nur ein halbes Jahr spielen will.“ Und die Entwicklung in Bochum gibt ihm Recht. „Es ist doch schon sehr bemerkenswert, wenn innerhalb weniger Tage sich mehrere Spieler langfristig an den Verein binden. Das hat vielerlei Gründe. Zum einen, wird beim VfL hartnäckig ein Ziel verfolgt. Zum anderen herrscht hier ein Klima, das man woanders so schnell nicht findet.“

Natürlich wurmt es Eisfeld, dass man in der Hinrunde eine sportliche Durststrecke zu verkraften hatte: „Wir haben unnötig Punkte wie zum Beispiel in Frankfurt liegen gelassen. Aber es bringt ja nichts, zurück zu schauen. Wichtig wird sein, es jetzt besser zu machen und Konstanz an den Tag zu legen.“

Dass Eisfeld dabei eine wichtige Rolle spielen kann, ist in Bochum unumstritten. Und wenn es bei ihm dann mal nicht läuft, dann können die Anhänger sicher sein, wird er es noch am gleichen Abend zu hören bekommen. Freundin Geraldine ist nämlich seine härteste Kritikerin. Eisfeld schmunzelnd: „Nach jedem Spiel erfolgt die Aufarbeitung. Manchmal glaube ich, sie hat mehr Ahnung vom Fußball als ich.“

Zumindest vom Handball. Denn mit großem Erfolg stand sie in den letzten Jahren beim BVB im Tor. Eisfeld: „Aber nach zwei Kreuzbandrissen befindet sie sich gerade wieder im Aufbautraining.“ Schreitet dies zügig voran, soll endlich eine Wette zwischen den beiden realisiert werden. Eisfeld: „Sie ist felsenfest davon überzeugt, dass ich gegen sie keinen einzigen Siebenmeter verwandeln würde. Ich werde ihr das Gegenteil beweisen.“

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