Alemannia Aachen reist am Sonntag (14 Uhr) zum Essener Uhlenkrug.

Aachen

Gödde träumt vom FC St. Pauli

Krystian Wozniak
18. Februar 2016, 10:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Alemannia Aachen reist am Sonntag (14 Uhr) zum Essener Uhlenkrug.

Gegner ist dann der FC Kray, der einmal mehr dazu gezwungen worden ist, die heimische Buderusstraße für ein Heimspiel gegen das Stadion des ETB Schwarz-Weiß zu tauschen. Für Aachens [person=5701]Philipp Gödde[/person] vielleicht sogar eine Art Glücksfall. Denn so kann er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und freut sich auf ein doppeltes Wiedersehen.

Der 21-Jährige wechselte im vergangenen Sommer vom FC Kray zur Alemannia und war davor für den ETB aktiv. "Ich freue mich an meine alte Wirkungsstätte zurückzukehren und viele bekannte Gesichter begrüßen zu dürfen", sagt Gödde. Bis heute pflegt er mit einigen Krayer Spielern eine Freundschaft. Ob Ilias Elouriachi, Kamil Waldoch, Philipp Kunz oder der zu Rot-Weiss Essen abgewanderte Emre Yesilova - Gödde hat seine alten Freunde nicht vergessen. "Auch wenn in Aachen alles anders ist und man keinen Vergleich zu Kray ziehen kann, war die Zeit beim FCK sehr schön. Der Verein hat einen ganz persönlichen, eigenen Charme. Ich habe dort einige Freunde hinzugewonnen", erklärt der Angreifer.

Auch wenn ihn Aachen alles anders ist und man keinen Vergleich zu Kray ziehen kann, war die Zeit beim FCK sehr schön. Der Verein hat einen ganz persönlichen, eigenen Scharm. Ich habe dort einige Freunde hinzugewonnen
Philipp Gödde

Bei der Alemannia konnte Gödde bislang elf Einsätze (ein Tor verbuchen) und hat sich nach einer schlechteren Phase, in der er auch in der Oberliga-Reserve spielte, zurückgekämpft. Gödde: "Ich bin erst 21 Jahre jung und muss noch viel lernen. Man darf nicht vergessen, woher ich komme. Deshalb sind die elf Einsätze schon okay." Ausgerechnet in dieser Woche warf Gödde aber eine Erkältung zurück. "Jetzt geht es aber wieder. Ich hoffe, dass ich es am Sonntag zumindest in den 18er Kader schaffe."

In Aachen besitzt der gebürtige Sauerländer noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017. Dann soll auch die Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann, die Gödde bei einem Partner-Unternehmen der Alemannia absolviert, abgeschlossen sein. Spätestens dann wird sich der ehemalige Schalker wohl voll und ganz auf Fußball konzentrieren können. Denn den Traum vom Profifußball hat auch Gödde fest im Blick: "Ich denke, dass alles noch vor mir liegt. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht davon träumen würde."

Der eingefleischte St-Pauli-Fan würde am liebsten am Millerntor auflaufen: "Als Gegner wäre es auch schön. Im St. Pauli-Trikot wäre es aber ein Kindheitstraum, der sich erfüllen würde."

Autor: Krystian Wozniak

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