Vor dem Spiel gegen den Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, TuS Erndtebrück, erwartet RWE-Trainer Jan Siewert einen anderen Gegner als beim 9:1-Sieg in der Hinrunde.

In Erndtebrück

RWE muss "unbedingt gewinnen"

Nico Jung
18. Februar 2016, 09:37 Uhr
Foto: Tillmann

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Vor dem Spiel gegen den Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, TuS Erndtebrück, erwartet RWE-Trainer Jan Siewert einen anderen Gegner als beim 9:1-Sieg in der Hinrunde.

Die Essener sind in der Liga mittlerweile seit 225 Minuten ohne ein eigenes Tor. Durch die fünf Unentschieden in Serie ist der ambitionierte Klub mittlerweile gefährlich nah an die Abstiegsränge herangerückt. Vom ersten Abstiegsplatz, den momentan die Reserve des FC Schalke 04 belegt, ist das Team von Siewert nur noch zwei Punkte entfernt, hat aber sogar schon ein Spiel mehr als die Konkurrenz absolviert.

Im Testspiel gegen den Oberligisten Sportfreunde Siegen in der vergangenen Woche unterlag der Regionalligist ohne den erkrankten Siewert dann sogar mit 0:2. Dieser hofft trotzdem weiter darauf, dass der Knoten bei seinen Angreifern bald platzt: "Das Ziel zu Null haben wir in den letzten Meisterschaftsspielen erreicht. Für ein eigenes Tor fehlte nur noch das letzte Quäntchen Glück. Im Training treffen die Jungs und ich vertraue ihnen zu 100 Prozent, dass sie das auch bald in der Liga wuppen. Ich weiß, dass es funktionieren wird." Auch die Testspielniederlage gegen Siegen wollte er nicht zu hoch hängen: "Das nächste Spiel gegen Erndtebrück entscheidet über unsere Saison und nicht das gegen Siegen."

Die Partie könnte tatsächlich maßgeblich über den Saisonverlauf der Rot-Weissen entscheiden, denn alles andere als ein Sieg könnte bei Siegen der Konkurrenz erstmals seit dem zweiten Spieltag dazu führen, dass RWE auf einen Abstiegsplatz rutscht: "Wir sind uns des Abstiegskampfs bewusst. Wir wissen zwar, dass wir viel Qualität haben, aber uns helfen nur Punkte, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen und die müssen wir möglichst schnell sammeln. Deshalb wollen wir unbedingt gewinnen."

Den Gegner Erndtebrück wird er dabei, ob des 9:1-Sieges im Hinspiel, keineswegs unterschätzen. Das erwartet er auch von den Spielern: "Ich muss dahingehend nicht auf die Mannschaft einwirken. Jeder Sieg bringt nur drei Punkte. So auch das 9:1. Wenn wir jetzt 1:0 gewinnen, dann gibt das genauso viele Punkte." Außerdem habe der Gegner nun eine höhere Qualität als in der Hinrunde: "Wir spielen gegen eine ganz andere Mannschaft. Erndtebrück hat personell zugelegt und steht nun viel kompakter."

Ob das Spiel stattfindet, konnte Siewert allerdings auch noch nicht sagen: "Das erfahren wir erst am Freitag oder Samstag, aber wir wollen unbedingt spielen. Falls wir nicht spielen können, werden wir uns schnellstmöglich einen Testspielgegner suchen, denn es ist wichtig, dass wir im Rhythmus bleiben."

Auch am Ende der Pressekonferenz wurde wieder deutlich, dass sich Siewert mehr und mehr mit seinem Verein identifiziert. Im Rausgehen verabschiedete er sich mit den Worten: "Bis Sonntag. Nur der RWE!"

Autor: Nico Jung

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