Im Duell der beiden Aufsteiger setzt sich die SSVg Velbert durch einen Elfmeter in der letzten Minute mit 2:1 (1:1) gegen den TuS Erndtebrück durch.

SSVg Velbert

Mit Last-Minute-Sieg an RWE vorbei gezogen

Miguel Thomé
14. Februar 2016, 18:25 Uhr
Foto: Frank Gröner

Foto: Frank Gröner

Im Duell der beiden Aufsteiger setzt sich die SSVg Velbert durch einen Elfmeter in der letzten Minute mit 2:1 (1:1) gegen den TuS Erndtebrück durch.

Die SSVg Velbert war vorab auf einen Abstiegsplatz gerutscht, da der Rasenplatz in der heimischen Christopeit-Sport-Arena nach anhaltenden Regenfällen noch nicht wieder bespielbar ist und für eine Spielabsage nach der anderen sorgte. Bis zu vier Spiele weniger als die Konkurrenz wiesen die Velberter auf. Der TuS Erndtebrück schöpfte nach dem Sieg über den Tabellenletzten FC Wegberg-Beek am vergangenen Spieltag neue Hoffnung im Abstiegskampf und wollte den Aufschwung mit weiteren Punkten bestätigen.

Ersatz-Spielort war der Sportplatz am Berg, der mit seinem Kunstrasen sonst den Jugendteams der SSVg vorbehalten ist. Pünktlich zum Anpfiff begann es teilweise heftig zu schneien, was beiden Mannschaften zunächst sichtlich Schwierigkeiten bereitete. Die Gäste aus Erndtebrück, die mit gleich vier Neuzugängen in der Startelf aufwarteten, agierten dabei aber deutlich cleverer und gingen bereits früh durch Wintereinkauf [person=32283]Edon Viegas Do Amaral[/person] in Führung (5.). "Wir haben ein bisschen gebraucht, um nach der langen und zerpflückten Vorbereitung ins Spiel zu finden", bilanzierte SSVg-Cheftrainer André Pawlak nach dem ersten Pflichtspiel des Jahres. Im Folgenden ließen wache Erndtebrücker die Gastgeber kaum ins Spiel kommen. Mit der ersten echten Gelegenheit kamen die Velberter allerdings zum Ausgleich - [person=5476]Kevin Hagemann[/person] netzte nach toller Vorarbeit von [person=3978]David Müller[/person] ein (34.).

Handelfmeter in der Schlussminute

In einem selten hochklassigen, dafür aber hart umkämpften zweiten Durchgang begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei die Gäste die besseren Chancen für sich verbuchten. [person=6038]Robin Schmidt[/person] (46.) und der eingewechselte Neuzugang [person=32242]Paulo Pereira[/person] (81.) scheiterten jeweils frei vor Schlussmann [person=20266]Philipp Sprenger[/person]. Als dann alles auf die Punkteteilung hinzudeuten schien, beging [person=29495]Luigi Campagna[/person] bei einer letzten Ecke für Velbert ein unnötiges Handspiel im Strafraum und verursachte den Strafstoß. [person=3921]Jeffrey Tumanan[/person] übernahm die Verantwortung und schob zum umjubelten Sieg für die Hausherren ein (90.+1). "Mit der Leistung hätten es drei Punkte werden können und am Ende war es keiner. Vor dem Tor hat uns die letzte Cleverness gefehlt", war TuS-Linienchef Florian Schnorrenberg nach dem Abpfiff enttäuscht. Auch Torschütze Hagemann wusste, dass "es natürlich ein bisschen glücklich war", hielt sich aber nah bei der verschmitzten Aussage seines Trainers: "Für die drei Punkte werde ich mich sicher nicht entschuldigen."

Während für den TuS Erndtebrück der Abstand zum rettenden Ufer auf acht Punkte angewachsen ist, machte Velbert mit dem Dreier einen großen Sprung auf Platz Elf, überholte unter anderem RWE - bei noch immer weniger absolvierten Partien als die Konkurrenz.

Autor: Miguel Thomé

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