Nach der bitteren 0:1-Pleite gegen den Karlsruher SC wollten nur die wenigsten Duisburger reden.

MSV - KSC

Wolze versteht den Unmut der Fans

Hendrik Niebuhr
13. Februar 2016, 19:20 Uhr
Foto: Firo

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Nach der bitteren 0:1-Pleite gegen den Karlsruher SC wollten nur die wenigsten Duisburger reden.

Lediglich Linksverteidiger [person=3540]Kevin Wolze[/person] stellte sich nach dem Abpfiff den Fragen der Pressevertreter und absolvierte einen echten Interviewmarathon. Der Rest der Spieler wollte oder sollte wohl keinen Kommentar abgeben zu den vorherigen 90 Minuten.

"Wir haben uns alle so viel vorgenommen, waren heiß auf das Spiel und kriegen nach 50 Sekunden so ein Ding. Dass dann die Köpfe nach unten gehen und das Selbstvertrauen noch mehr am Boden ist, ist denke ich verständlich", meinte der 25-Jährige, der beim Tor des Tages seinen Gegenspieler Manuel Torres ziehen ließ und auch ansonsten vor allem im ersten Abschnitt seine Probleme mit dem pfeilschnellen Spanier hatte.

Immerhin, zwei kleine Hoffnungsschimmer fand der gebürtige Wolfsburger doch noch: „Der Abstand auf den Relegationsplatz ist durch die Niederlage von Paderborn nicht größer geworden und wir haben nach der ersten Minute eigentlich keine große Chance mehr zugelassen“, fand Wolze, musste im Umkehrschluss aber auch einräumen, dass den Zebras selbst jegliche offensive Durchschlagskraft fehlte. Mit einem Volleyschuss vom Sechzehner, der knapp drüber ging, verbuchte der Linksverteidiger selbst noch eine der besten Duisburger Gelegenheiten im Spiel.

Für den spürbar lauter werdenden Unmut der Fans angesichts der zahnlosen MSV-Performance, zeigte Wolze indes Verständnis: „Das ist nachvollziehbar. Die kommen hier jeden Spieltag hin, unterstützen uns super und dann geraten wir nach 50 Sekunden in Rückstand. Aber davon dürfen wir uns nicht unterkriegen lassen. Wir müssen vielleicht einfach mal eine Chance nutzen, dann stehen die Zuschauer auch wieder hinter uns.“

Autor: Hendrik Niebuhr

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