Oliver Nözel hatte in der abgelaufenen Saison mit seinen Toren entscheidenden Anteil am Nichtabstieg des TB Oberhausen. Nun ist der 26-Jährige weg (reviersport berichtete) und man dürfte meinen, dass der Grün-Weiße Klub nun arge Abstiegssorgen haben müssten. Doch neben dem Theater um die Person Nözel hat sich bei dem 1889 gegründeten Verein einiges getan. So heißt der neue Cheftrainer nicht mehr Dieter Buil, sondern sein bisheriger

Bezirksliga 8 NR: TB Oberhausen mit neuem Mann an der Linie

"Sind in der Breite definitiv besser besetzt"

Heiko Gaeb
06. August 2007, 16:47 Uhr

Oliver Nözel hatte in der abgelaufenen Saison mit seinen Toren entscheidenden Anteil am Nichtabstieg des TB Oberhausen. Nun ist der 26-Jährige weg (reviersport berichtete) und man dürfte meinen, dass der Grün-Weiße Klub nun arge Abstiegssorgen haben müssten. Doch neben dem Theater um die Person Nözel hat sich bei dem 1889 gegründeten Verein einiges getan. So heißt der neue Cheftrainer nicht mehr Dieter Buil, sondern sein bisheriger "Co" Oliver Stolp leitet nun sämtliche Geschicke rund um die erste Mannschaft.

"Der Abgang von Herrn Buil kam plötzlich. Wir haben es über die Zeitung erfahren. Aber ich nehme die neue Herausforderung gerne an", ballt der 38-Jährige die Faust und gibt die Marschroute für das kommende Spieljahr vor: "Wir wollen unter die ersten Zehn. In der Breite sind wir definitiv besser besetzt. In der letzten Saison hatten wir maximal sechs bezirksliga-taugliche Leute auf dem Feld. Bei dem Rest mussten wir immer improvisieren."

Roland Nowak, ehemaliger Vorsitzender und nun verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, pflichtet dem neuen Mann an der Linie bei: "Ich mache mir keine Sorgen, dass wir dieses mal erneut zittern müssen. Wir haben zwar mit Nözel einen herausragenden Knipser verloren, aber mit Dennis Buchholz haben wir einen Stürmer, der immer in seinem Schatten stand und nun in den Testspielen bereits gezeigt hat, dass er sehr viel kann." [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/003/793-3836_preview.jpeg Will nicht erneut mit dem TBO um den Klassenerhalt zittern: Oliver Stolp, neuer Cheftrainer der ersten Mannschaft[/imgbox]

Mit Yetkin Ucak steht ein weiterer Mann für die Abteilung Attacke bereit, der seit der Winterpause im Verein ist und bereits beim Ratinger SV Oberliga-Erfahrung sammeln konnte. Insgesamt verzeichnet der Oberhausener Klub 13 Zugänge. Und darin sieht Stölp auch die größte Gefahr: "Die Mannschaft muss schnell zusammenwachsen. Spielerisch haben wir auf jeden Fall sehr starke Leute an Bord."

Nowak sieht es ähnlich, weist aber auf weitere Gefahren hin: "Mit Murat Cebeci haben wir beispielsweise einen Mann, der am Ball eigentlich alles kann. Er ist eine Rakete. Ihm mangelt es nur an Trainingsfleiß. Seit einer Woche war er nicht beim Training. Da müssen wir noch einmal drüber reden. Denn disziplinarische Probleme sehe ich in dieser Hinsicht bei einigen jungen Aktueren. Und da darf sich kein Schlendrian einschleichen."

Dass sich das Team schnell findet ist auch von Nöten, denn bereits an den ersten beiden Spieltagen sind die wohl beiden schwersten Kaliber zu Gast. Heißt der Gegner am kommenden Sonntag Preußen Duisburg, erwartet man eine Woche später den SC BW Oberhausen-Lirich. "Da wissen wir gleich, wo wir stehen. Aber bereits in der letzten Saison haben wir gezeigt, dass wir gerade gegen die Top-Teams immer gut aussehen. Aufsteiger Heimaterde Mülheim haben wir auch zweimal besiegt", freut sich Nowak auf das harte Anfangsprogramm.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/003/794-3837_preview.jpeg Die neue Mannschaft des TBO. Auf dem Bild fehlen noch zehn Kicker, die zur Saison-Eröffnung im Urlaub oder beruflich verhindert waren[/imgbox]
Auch bereitet das mehr oder weniger große Lazarett den Verantwortlichen Kopfschmerzen. Bei Patrick Stühlemann (SC OB 20) besteht der Verdacht auf einen erneuten Kreuzbandriss, Philip Heinemann (Fortuna Alstaden) leidet immer wieder unter einem geschwollenen Knöchel, Marco Thomas hat nach einem überstandenem Mittelfußbruch immer noch Schmerzen und auch Dennis Stuhlemmer (SC 20 OB) ist noch nicht fit. "Zum Glück sehe ich bei 18 Männern eine absolute Bezirksligatauglichkeit. Das erleichtert die Sache." So hat der ehemalige Adler Osterfeld-Spieler bereits eine erste Elf im Kopf. Im Mittelfeld soll Christian Rondo-Peres, der bereits in der letzten Winterpause an die Mellinghofer Straße zurückkehrte und sich gleich nahtlos einfügte, im Mittelfeld weiterhin die Fäden ziehen. "Er ist ein sehr wichtiger Akteur für uns. Er soll unser Spiel kreativ machen und die jungen Burschen führen", plant der Trainer fest mit dem Spielmacher.

Auch die Nachricht, dass der Turnerbund wohl wieder eine Zweite Mannschaft, die im letzten Jahr nach einigen Querelen abgemeldet wurde, stellen wird, nimmt Stolp mit Freude zur Kenntnis: "Die kicken dann zwar nur in der Kreisliga B, aber da können die Wiedergenesenen und Reservisten sehr gut Spielpraxis sammeln."

Zugänge: Ali Cap, Branislaw Marinkovic, Dennis Stuhlemmer, Patrick Stühlemann (alle SC 20 OB), Murat Cebeci, Philip Heinemann (beide Fortuna Alstaden), Fatih Güc (TuSpo Huckingen), Ümit Icöz (FC Mülheim), Sansel Önal (BSV OB 66), Dennis Stürznickel (Rückkehr nach Bundeswehr), Marco Thomas (BW Lirich), Recep Tunay (Galatasaray Mülheim A-Jugend), Yetkin Ucak (RW Mülheim)

Autor: Heiko Gaeb

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